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Nürtinger Frauen im DFB-Pokal

Fußball Der Verbandsligist wird im Losverfahren als württembergischer Teilnehmer für den bundesweiten Wettbewerb bestimmt.

Nürtingen. Es ist der (vorläufige) Höhepunkt eines außergewöhnlichen WFV-Pokal-Wettbewerbs, der wegen der Pandemie nicht wie üblich zu Ende gespielt werden konnte. Bis einschließlich des Achtelfinales, das Verbandsligist FV 09 im September vergangenen Jahres mit 2:1 gegen den Klassenkameraden FFV Heidenheim erfolgreich gemeistert hatte, war alles normal gelaufen, ehe Corona den Pokal der Frauen auf Eis legte.

Ein württembergischer Teilnehmer am DFB-Pokal sollte aber gemeldet werden. Doch da es nicht mehr rechtzeitig nach dem herkömmlichen Modus möglich war, einen Sieger auszuspielen, einigten sich die acht Viertelfinalisten, den WFV-Vertreter für den DFB-Pokal per Los zu ermitteln.

Einfach alle Lose in einen Topf werfen und einen Verein ziehen wollte man aber nicht. Die Idee war, alle Paarungen vom Viertel- über die beiden Halbfinals bis hin zum Endspiel einzeln auszulosen und dann aus jeder Partie den Sieger zu ziehen.

Eckhard Knöll, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und zugleich Spielleiter der 09-Frauen, wohnte im Tennisstüble der virtuellen Auslosung bei - zusammen mit drei 09-Spielerinnen, die allesamt schon zweimal gegen Corona geimpft sind.

Schon bei der Ziehung der Viertelfinalspiele hat sich das FVN-Grüppchen mordsmäßig gefreut. Zumindest Knöll, denn der Verbandsligist wurde gegen Oberligist VfL Herrenberg zum Sieger gekürt. Im Halbfinale bekam der FV 09 mit dem TV Derendingen den nächsten Oberligisten zugelost - und wieder war das Glück aufseiten der Kickerinnen vom Wörth. Im Endspiel wartete nun der Regionalligist SV Alberweiler, der gegen Oberligist SpVgg Stuttgart-Ost das bessere Ende für sich hatte. Als dann Harald Müller, der Vorsitzende des Verbandsspielausschusses des Württembergischen Fußballverbandes (WFV), sich vollends als wahre Glücksfee für die Nürtingerinnen entpuppte und „das letzte Los gezogen hatte, gab es in Nürtingen, bei dem wohl prestigeträchtigsten Spiel der Vereinsgeschichte, kein Halten mehr“, heißt es auf der Homepage des WFV.

Auf die Frage, ob er im DFB-Pokal einen Wunschgegner habe, hatte Knöll keine Antwort parat. „Damit habe ich mich ehrlicherweise noch gar nicht beschäftigt“, räumte er ein, um nachzuschieben: „Turbine Potsdam mit Leonie Woelki wäre ein tolles Los.“ Woelki hat bis zur C-Jugend auf dem Wörth gespielt. Wenn die erste Runde, die für den 21. und 22. August geplant ist, Anfang Juli ausgelost wird, sind die Bundesligisten aber gar nicht in der Trommel, außerdem beginnt der DFB-Pokal geografisch in vier Regionen aufgeteilt. Uwe Bauer

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