Unzugeordnete Artikel

Nur Dettingen feiert beim Nachbartreffen

Kreisliga A Der SV Nabern verliert das Spiel und Spielertrainer Marcel Geismann per Ampelkarte. Der TSV Weilheim II feiert einen Teilerfolg in Nürtingen. Von Helge Waider

Yannick Frick (links), Torschütze zur frühen Dettinger Führung nach nur zwei Minuten, klettert nach dem 3:0 gegen Nabern mit den
Yannick Frick (links), Torschütze zur frühen Dettinger Führung nach nur zwei Minuten, klettert nach dem 3:0 gegen Nabern mit den Sportfreunden auf Platz fünf in der Kreisliga A2.Foto: Markus Brändli

Das Derby der Sportfreunde Dettingen gegen den Nachbarn aus Nabern hielt nur ansatzweise, was es im Vorfeld versprochen hatte. Spielerisch hielten sich beide Teams eher zurück, dafür gab es jede Menge Nickligkeiten auf dem Platz und Zuschauer mit recht kurzen Zündschnüren auf den Rängen. Während für SFD-Fußballboss Christian Renz der Sieg in Ordnung geht („Nabern war heute zu harmlos“) und er auch eine gute Leistung seiner Mannschaft gesehen hatte, ging Axel Maier die Sache differenzierter an. Der einstige Sportliche Leiter des SVN, frisch aus dem Wohnmobil-Urlaub in Italien zurückgekehrt, arbeitet nun bis Saisonende seinen Nachfolger ein (siehe Infokasten). Maier sah in Dettingen eine spielentscheidende Situation kurz nach dem Seitenwechsel. Da nämlich sah Naberns Trainer und Torhüter Marcel Geismann beim Stand von 0:1 die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Markus Bührle aus Blaubeuren. Den damit verbundenen Strafstoß verwandelte Gabriele Rizzo zum 2:0 für Dettingen. „Der Elfmeter war höchst fragwürdig und der Platzverweis nicht gerechtfertigt“, regte sich Maier auf. Danach beschäftigte sich der SV Nabern mehr mit dem Unparteiischen als mit dem Gegner und der eigenen Leistung. Am Ende musste auch Maier zugeben: „Die Dettinger waren heute einen Tick besser und haben verdient - aber zu hoch - gewonnen.“

Ein Punkt gewonnen oder derer zwei verloren? Die Frage musste sich Robert Bressmer, Teil des Trainerduos beim TSV Weilheim II nach dem Spiel beim FV 09 Nürtingen stellen. „Aufgrund des Spielverlaufs und dem Rückstand 20 Minuten vor dem Ende, geht die Punkteteilung für mich in Ordnung“, konstatierte Bressmer.

Vorher hatten die Weilheimer auf dem Nürtinger Kunstrasen Moral bewiesen. Während die Bezirksligareserve den ersten Spielabschnitt noch für sich entscheiden konnte, gehörte die zweite Halbzeit den Einheimischen. Zum Punkteretter avancierte Tobias Salzer, der sowohl das erste als auch das letzte Weilheimer Tor und damit den Ausgleich sicherstellte. „Unterm Strich war es ausgeglichen und das Remis gerecht“, zog Bressmer sein Fazit.

Verloren und dennoch glücklich: „Ich bin stolz auf die Jungs und auf deren Leistung“, meinte Okan Elmas nach der Partie der TG Kirchheim bei Türkspor Nürtingen. Die Turngemeinde hatte das Spiel nicht etwa gewonnen. 0:3 hieß es am Ende aus TG-Sicht. Dass Elmas, Abteilungsleiter Fußball bei der TGK, trotz der Niederlage so zufrieden war, lag letztlich daran, dass nicht weniger als elf Akteure ersetzt werden mussten. „Wir waren mit dem letzten Aufgebot und nur mit zwölf Spielern angetreten, darunter ich. Und ich habe seit zwei Jahren nicht mehr von Beginn an gespielt“, sagte Elmas. Das Ziel, nicht zu hoch zu verlieren, wurde am Ende erreicht. Am Sieg von Türkspor gab es freilich nichts zu deuteln. Am Ende zeigte aber der TG-Abteilungsleiter, dass auch kleine Dinge große Freude auslösen können.

Anzeige