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Nur ein Land aus Afrika war dabei

Zum Leserbrief „Aufrechte Demokraten“ vom 19. Juli

Diffamierung, die den Lesern schon vom ersten Satz an entgegenschlägt, ist also das Konzept für den Leserbrief von Herrn Zweifel.

Er hat - oder wollte - offensichtlich überlesen, dass für Heinrich Brinker „Plünderer und Steinewerfer“ nichts mit dem Protest gegen eine unsolidarische Globalisierung zu tun haben und dass sein ganzer Leserbrief darauf ausgerichtet war, sich von diesen Leuten zu distanzieren.

Die Vorgänge im Hamburger Schanzenviertel kommen doch gerade Rechten und ganz Rechten sehr gelegen, um alles andere rund um den G 20-Gipfel zu überdecken, wie zum Beispiel alle Inhalte oder die von den Linken organisierte Großdemo zum Gipfel mit über 70 000 friedlichen Teilnehmern. Um wirklich Licht in die Vorgänge zu bringen, fordert die Linke einen Untersuchungsausschuss des Bundestages, aber von der Bundesregierung ist diese Aufklärung nicht gewünscht. Warum wohl?

Nicht erfasst haben sie auch die Kritik an einem Gipfel der 20 reichsten Industrienationen in Hamburg, anstatt die anstehenden Probleme im Rahmen der Uno, bei der alle Länder gleichberechtigt einbezogen sind, gemeinsam zu lösen. Wieder wurde über Afrika diskutiert und ein Konzept zur Privatisierung und Förderung von Investoren beschlossen, das nur wenigen Reichen hilft und der Mehrheit der Bevölkerung eher schadet. Und der Gipfel ist, dass nur ein afrikanisches Land teilnehmen durfte.

Aus dem Stil des Leserbriefes schließe ich, dass Stefan Zweifel der Versuch der AfD bekannt sein dürfte, die Linken durch eine Anfrage im Landtag in eine terroristische Ecke zu stellen und Beobachtung durch den Verfassungsschutz anzumahnen. Dieser Antrag ist gescheitert.

Ute Dahner, Die Linke, Kirchheim

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