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Nur noch eine komplette Natter

Zum Artikel „Aus dem Stückwerk wird die ICE-Trasse“ vom 2. März

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In dem Artikel berichtet Ingenieur Peter Wer anlässlich einer Führung durch die ICE-Baustelle, dass „im Hasenholz sich auch die Natter-Abschussrampen aus dem Kriegsende 1945 befinden. . . . Weil sie unter Denkmalschutz stehen, wurde eine Rampe versetzt“.

Diese Aussage stellt die Situation falsch dar!

Richtig ist dagegen, dass die drei Abschussrampen für das Raketenflugzeug Natter im Wäldchen Hasenholz leider noch nie unter Denkmalschutz standen. Deshalb hat die Bahn-AG trotz verschiedener Rettungsversuche des Verschönerungsvereins Kirchheim im Jahr 2016 die nordwestliche Abschussrampe schreddern lassen und die nordöstliche in zehn Trümmerstücken an den Südrand der Trasse verschoben. Ob sie dort je einmal geborgen und wieder zusammengesetzt werden kann, entscheidet sich erst, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind und der dortige Bauzaun beseitigt ist.

Eine dritte, südliche Rampe liegt jedoch außerhalb des ICE-Baustellengeländes und wurde von den Bauarbeiten nicht tangiert. Sie kann dort im Hasenholz immer noch besichtigt werden! Eine kleine Tafel des Verschönerungsvereins Kirchheim liefert dazu kurze Informationen.

Fritz Heinzelmann,

Verschönerungsverein Kirchheim