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Ohne Angebot keine neuen Mitglieder

Corona In Baden-Würt-temberg kann über die Auswirkungen der Pandemie für Sportvereine vorerst nur spekuliert werden.

Stuttgart. Wie sehr setzt den Vereinen die Corona-Krise in ihrer Mitgliederentwicklung zu? Egal in welcher Sportart: Immer wieder wird die Befürchtung laut, dass sich Mitglieder bei zunehmender Dauer der Corona-Restriktionen und dem damit einhergehenden Verbot für den organisierten Sportbetrieb abwenden könnten. Der Bayerische Landessportverband (BLSV) hat bereits einen dramatischen Einbruch bei den Mitgliederzahlen prognostiziert. Bis Ende November verzeichnete der BLSV einen Rückgang um 82 000 auf 4,51 Millionen Mitglieder. Bis Jahresende könnten sogar 100 000 erreicht sein, warnt der Verband.

Noch keine belastbaren Zahlen

In Baden-Württemberg liegen vonseiten des Landessportverbands (LSV) noch keine aktuellen Zahlen vor. Die gebe es erst zu Beginn des kommenden Jahres, weshalb man auch erst dann eine entsprechende Rechnung aufmachen könne, sagt Verbandssprecher Patrik Zimmermann. Er sieht bei der ganzen Sache allerdings noch ein anderes Problem: „Es geht gar nicht so sehr um Mitgliederverluste. Austritte aus Vereinen sind normal, die gibt es immer“, sagt er. „Was aber im Moment passiert, ist, dass die Leute nicht eintreten, weil es keine Angebote gibt.“ Das verstärke das Minus.

Dabei erkennt Zimmermann durchaus ein Stadt-Land-Gefälle, gerade auch während der Corona-Pandemie: „Bei den kleinen Vereinen geht es viel enger, viel familiärer zu“, sagt Zimmermann. Die Treue zum Verein sei darum auch viel größer. gz

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