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OP-Roboter mit dreidimensionalem Blick und Fingerspitzengefühl

Neuerung: OP-Roboter haben in vielen Operationssälen Einzug gehalten. Lange galt der Da-Vinci-Roboter der Firma Intuitive als das Maß aller Dinge - nun ist mit dem Senhance Surgical Robotic System von Transenterix ein weiteres Gerät auf dem Markt. Am Esslinger Klinikum wird der Senhance seit einiger Zeit erprobt - rund 80 Operationen wurden bislang durchgeführt. Bis zum Sommer muss man im Klinikum nun entscheiden, ob das Gerät dauerhaft bleiben soll.

Vorzüge: Bewährt haben sich die Roboter bei minimal-invasiven Operationen in der Allgemein- und Viszeralchirurgie. Ihr großer Vorteil: Sie ermöglichen sehr präzise und zielgenaue chirurgische Eingriffe. Ihre besonderen Vorzüge zeigen sich vor allem dort, wo - wie in der Kinderchirurgie - auf engstem Raum außergewöhnlich exakt gearbeitet werden muss.

Technik: Die Chirurgen müssen zunächst wie bei einer konventionellen minimal-invasiven Operation einen Zugang zum Bauchraum legen, durch den die Instrumente eingeführt werden. Anschließend nimmt der Operateur in bequemer Sitzposition an einer Konsole Platz, von wo aus die Instrumente gesteuert werden. Über einen Bildschirm hat der Chirurg das Operationsgeschehen in gestochen scharfen 3D-Bildern in bis zu sechsfacher Vergrößerung im Blick. Die Kamera wird durch die Pupillenbewegungen des Operateurs gesteuert, der eine 3D-Brille trägt. Die Steuerung der Instrumente im Bauch des Patienten erfolgt über die Hände des Chirurgen. Ein eingebauter Tremorfilter eliminiert die feinen Zitterbewegungen, die beim Menschen unvermeidlich sind. Außerdem signalisiert der Senhance dem Operateur, mit welcher Kraft die Instrumente über die Roboterarme bewegt werden. So lassen sich Strukturen im Körper erkennen und die chirurgischen Eingriffe noch feiner dosieren. ez

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