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Perfekter Auftakt für Steimle

Radsport Nach Platz zwei im Prolog führt der Weilheimer Teamkollege Alvaro Hodeq zum Etappensieg bei der Slowakei-Rundfahrt.

Nur 32 Hundertstel fehlten zum Sieg: Jannik Steimle fuhr beim Prolog in der Slowakei auf den zweiten Platz.Foto: Roth
Nur 32 Hundertstel fehlten zum Sieg: Jannik Steimle fuhr beim Prolog in der Slowakei auf den zweiten Platz.Foto: Roth

Kostice. Jannik Steimle und sein Team Deceuninck Quick-Step haben zum Auftakt der fünftägigen Slowakei-Rundfahrt ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Titelverteidiger aus Weilheim hat mit einem perfekt vorbereiteten Sprint seinem kolumbianischen Teamkollegen Alvaro Hodeq am gestrigen Donnerstag den Etapensieg beschert und sich dabei selbst alle Chancen auf den erneuten Gesamtsieg bewahrt.

Das Rennen über 158 Kilometer mit drei Bergwertungen der zweiten und dritten Kategorie war eine Etappe für bergfeste Sprinter. Die beiden dominierenden Teams Bora mit Lokolamatador Peter Sagan und Quick-Step diktierten auf den letzten 20 Kilometern das Tempo an der Spitze. Steimle bog als Führender auf die Zielgerade ein und brachte Hodeq als endschnellsten Mann im belgischen Team in perfekte Position. Der Kolumbianer entschied am Ende den Sprint gegen Sagan souverän für sich und übernahm damit auch die Gesamtwertung mit sechs Sekunden Vorsprung vor dem dreimaligen Weltmeister. Jannik Steimle hat vor der morgigen 180 Kilometer langen Etappe mit erneut drei Bergwertungen als Fünfter nur neun Sekunden Rückstand.

Seine Ambitionen auf Gelb unterstrich der 25-Jährige bereits am Mittwoch - dem Tag des Papst-Besuchs - beim 1,6 Kilometer langen Prolog in Kostice, wo Steimle hinter Überraschungssieger Kaden Groves aus Australien Zweiter wurde. Am Ende fehlten ihm nur 32 Hunderstel zum ersten Saisonsieg. In der Slowakei steckt der Weilheimer in einer bisher ungewohnten Rolle. Beim Einzelzeitfahren zum Auftakt rollte er als Teamkapitän mit der Rückennummer eins des Vorjahressiegers als Letzter von der Startrampe - nach Fahrern wie Peter Sagan oder dem vierfachen Toursieger Chris Froome.Bernd Köble

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