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Pervertiertes Erziehungsideal„Crescendo“ präsentiert „Große Melodien“

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Kirchheim. Unter dem Motto „Große Melodien“ steht das Konzert des Gesangvereins Eintracht Jesingen am Samstag, 20. Oktober, in der Gemeindehalle in Jesingen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.

Der gemischte Chor „Crescendo“ und der Projekt-Männerchor sorgen mit einem bunten Strauß an heiteren und beschwingten Melodien für ein abwechslungsreiches Programm. Am Flügel begleitet werden die Chöre von Peter Gra­binger, Musikredakteur und Produzent beim SWR und musikalischer Leiter von Pop & Poesie. Die Gesamtleitung hat Gabriele Gra­binger. Ein weiterer Programmpunkt wird von dem Kindertanzpaar Julie und Jona gestaltet.

Als Gast führt Moderator Martin Seidler (Foto) vom SWR-Fernsehen durch den Abend. Seidler moderiert unter anderem die Landesschau und das Verbrauchermagazin „Kaffee oder Tee“.

Karten für dieses Konzert des Jesinger Gesangvereins können im Vorverkauf per Mail an vorstand@gesangverein-jesingen.de und unter der Telefonnummer 0 70 21/5 36 14 reserviert werden. Weitere Informationen finden Interessenten unter www.gesangverein-jesingen.de.pm

Zur Berichterstattung über die Kitas

Zum Ende des 19. Jahrhunderts galt es als soziokulturelle Errungenschaft, dass bis dahin als „junge“ Erwachsene im Erwerbsleben „ausgebeuteten Kindern“ eine eigene biografisch umschriebene Entwicklungszeit zugestanden wurde: Kindheit und Jugendzeit.

In den letzten 20 Jahren ist nun eine „neue“ Denkweise entstanden, wie an den aktuellen „Kita-Diskussionen“ zu erleben ist. Wieder wird die Kindheit - möglichst ab Geburt - unter den Erwartungen der Wirtschaft neu ausgerichtet. Die Vorkindergärten und Kindergärten mutieren zur „Bildungseinrichtung“, das Prinzip Input-Output wird zur „Bildungsmaxime“ erklärt, damit die Schule, an den Erwartungen der Wirtschaft ausgerichtet, sich diesem Ziele unterwerfen kann. Konditionierung und Ergebnisorientierung zur sofortigen Erwerbsverwendung: ein pervertiertes Erziehungsideal!

Der „homo ludens“ Schillerscher Prägung wird eliminiert, künstlerische Fähigkeiten nicht mehr gewünscht - ein Lob auf die „Verbetrieblichung“ der neuen Kindheit und Jugend - zukünftige Psychotherapeuten und Somatiker wird’s „freuen“. Den verantwortlichen Politikern - mehr der Wirtschaft denn der Verantwortung für die Jüngsten der Gesellschaft verpflichtet - sei es „gedankt“.

Dr. Matthias Komp, Kirchheim

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