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Pessimistische Darstellung

Zum Artikel „Corona aktuell“ vom 3. Februar

In der Rubrik, übernommen von der dpa, wird von einer Steigerung der Neuinfektionen um 1121 Fälle auf 295 161 und von 45 weiteren Todesfällen auf insgesamt 7210 Todesfälle berichtet. Zudem werden sechs Landkreise angeführt, die eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 pro 100 000 Einwohner aufweisen. Kein einziges Wort, das auf irgendetwas Positives hindeutet, nur Zahlen, die teilweise keinerlei Bezug zur aktuellen Lage haben. Eine Gesamtzahl der bisher Infizierten ist für eine aktuelle Lage so nichtssagend, als würde man die Tagesdurchschnittstemperaturen des letzten Jahres zusammenzählen, etwa 3700 Grad, um damit die „aktuelle“ Temperaturentwicklung aufzuzeigen.

Der Verfasser von „Corona aktuell“ scheint ein notorischer Pessimist mit leichtem Hang zur Paranoia zu sein. Der Artikel könnte auch lauten: die täglichen Fallzahlen sinken und damit ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit 70,7 nach 74,2 am Vortag weiterhin rückläufig, die Zahl der Todesfälle nimmt ebenso wie die Belegung der Intensivbetten kontinuierlich ab. Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz von über 100 liegt gleichbleibend bei sechs, hat sich innerhalb einer Woche aber halbiert; die Zahl der Landkreise mit unter 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner stieg auf zwölf und hat sich damit in sieben Tagen mehr als verdoppelt, den niedrigsten Wert verzeichnete Emmendingen mit 27,6. Da erhebt sich die Frage, weshalb die pessimistische Darstellung - wer entscheidet, ob Positives oder Negatives aus der dpa-Berichterstattung gedruckt wird und vor allem, welches Ziel steckt dahinter?

Damit kein falscher Verdacht aufkommt, ich sympathisiere mit der Zero-Covid-Strategie.

Günter Preuß, Kirchheim

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