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Plädoyer für die Brennstoffzelle

Zum Leserbrief „Auto laden bei Standzeiten“ vom 21. Juli

Ich möchte hier kein Pingpong-Spiel eröffnen, muss aber auf den Leserbrief von Heike Kurtz zum Thema E-Mobilität antworten. Es liegt mir völlig fern, irgendwelche „Totschlag-Argumente“ auszupacken. Im Gegenteil. Ein Plädoyer für die Brennstoffzelle ist ein klares Bekenntnis zur Elektromobilität, mit dem Vorteil der Erzeugung der elektrischen Energie, dort, wo sie gebraucht wird, und exakt zum Zeitpunkt, wann sie gebraucht wird. Und in Form von Wasserstoff ist diese „elektrische“ Energie auch noch gut lagerfähig, transportierbar und gut „tankbar“, ganz ohne Batterien, die sowohl bei der Herstellung als auch bei der irgendwann anfallenden Entsorgung nicht ganz problemfrei sind.

Bei Nachttemperaturen von minus fünf Grad Celsius und 15 Grad mittags erhält man durchschnittlich fünf Grad Celsius. Die Blumen sind dann trotzdem erfroren. So ähnlich ist das mit der „durchschnittlichen“ Fahrleistung deutscher Automobilisten. Wie Frau Kurtz richtig sagt, kommt es auf das Nutzerprofil an. Und da wäre die Brennstoffzelle eine super Lösung. Der ADAC hat gerade eine rund 2 300 Kilometer lange Runde mit einem Brennstoffzellenfahrzeug durch Deutschland und Österreich gedreht. Die Technologie ist da und serienreif. Man muss sie nur anwenden (wollen).

Mir geht es darum, mit beiden Augen in die Zukunft zu sehen, nicht nur mit dem „batterieelektrischen“. Reine Batterieelektrik ist eine klare Sackgasse. Es könnte natürlich auch sein, dass uns die Stromkonzerne gerade eine Augenklappe verpasst haben und wir für die Infrastruktur zahlen, die sie brauchen, um die Überschüsse des nicht immer umweltfreundlich erzeugten Stroms loszuwerden. Aber das ist ein anderes Thema.

Bodo Lorenz, Schlierbach

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