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Regelverstöße sind die Regel

Zum Artikel „Der Respekt schwindet mehr und mehr“ vom 16. September

Dieser Überschrift kann ich nur zustimmen. Ich bin als Auslieferfahrer im Landkreis unterwegs. Regelverstöße im Straßenverkehr sehe ich alle paar 100 Meter. Seien es falsch parkende Autos, in Einbahnstraßen in falscher Richtung fahrende Autos und Radfahrer. Jogger und Rentner mit Rollatoren mitten auf der Straße, denen der Gehweg zu schmal oder unbequem ist, Autofahrer, die die Verkehrsschilder und Ampeln nur als Empfehlung betrachten. Und selbst Polizisten, die ohne Blaulicht und Martinshorn die Verkehrsregeln ebenso missachten wie die zivilen Verkehrsteilnehmer. Die Verkehrserziehung endet leider scheinbar im Kindergarten, die zwei oder drei Wochen für den Führerschein werden allzu schnell wieder vergessen.

Wenn die Gemeinden da etwas tun wollen, sollten sie mehr Überwachungspersonal einstellen, die würden sich sicher von ganz alleine finanzieren, falls sie auch tatsächlich Geldbußen verhängen und nicht nur den Zeigefinger erheben. Ich habe mir von einer städtischen Vollzugsmitarbeiterin in Stuttgart sagen lassen, sie verteile die Knöllchen im Sinne der Autofahrer! Wozu gibt es dann noch die Verkehrsregeln?

Ralf Schlichenmaier, Kirchheim

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