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Rückkehr zum gesunden Leben

Zum Leserbrief „Rufen nach Party, Fun und weiter so“ vom 27. April

Werner Hoffs Glaube an Freiheit und Demokratie, den er mit dem Erscheinen einiger Zeilen von nichtiger Relevanz in der Zeitung begründet, während Politiker ohne Begründung gesundheitsschädliche Zwangsmaßnahmen wie Maskenpflicht für alle Bürger einführen, sei ihm vergönnt. Wie er aber, nach Aufzählen verschiedenster Annahmen von spekulativen Zahlen, die obendrein zumeist auf Zahlen aus einem Test mit nur 50 Prozent Trefferquote basieren, einen Vorrang des Rechts auf Leben konstruiert, ist schon im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Nach seiner Logik müssen wir dann wohl in Zukunft alles einschränken, was irgendwie das Recht auf Leben einschränken könnte. Zum Beispiel Tabak, Alkohol und fettiges Essen. Dann vielleicht noch Motorradfahren, ach was, am besten den gesamten unnötigen Straßenverkehr mitsamt Urlaubsreisen. Vielleicht ja auch etwas Sinnvolles, indem wir Kriege abschaffen, die sollen ja extrem tödlich sein. Bundestagspräsident Schäuble sagte vor Kurzem, dass dem Recht auf Leben nicht alles untergeordnet werden kann. Wenn überhaupt, kann nur die Würde des Menschen universell sein, sie schließt aber nicht aus, dass wir sterben. Meine Empfehlung deshalb: sofortige Aufhebung aller einschränkenden Maßnahmen und Rückkehr zum gesunden Leben.

Stefan Kromer, Kirchheim

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