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Sachlich informieren

Bedenken und Vorbehalte sind groß: Auch annähernd 50 Jahre nach der Eingemeindung scheint man in Nabern und Jesingen der Stadtverwaltung nicht so recht über den Weg zu trauen, nach dem Motto: „Wenn die irgendwas ändern wollen, dann führen die damit doch nur irgendwas im Schilde, um uns wieder mal übers Ohr zu hauen.“ In den Teilorten regt sich dann der gallische Widerstandsgeist. Kraft gibt zwar nicht der Zaubertrank, dafür aber das magische Stichwort „Eingliederungsvereinbarung“. Alles, was dort steht, soll für Zeit und Ewigkeit fest verankert bleiben. Schließlich hat man das damals so beschlossen.

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Im Zeitalter von Verschwörungstheorien, alternativen Fakten und unsinnigen Internetkommentaren tut sich die Stadtverwaltung schwer, mit sinnvollen Argumenten Gehör zu finden. Am Lokalpatriotismus prallt zunächst einmal fast alles ab. Dabei gäbe es in Kirchheim bei der Unechten Teilortswahl eigentlich nur eine passende Allüre für Lokalpatriotismus: „Was Nürtingen schon vor 2014 hinbekommen hat, sollte am Fuß der Teck nicht zehn Jahre länger dauern!“

Andrerseits spricht es für die Besonnenheit der Verwaltung, die Bürger in den Teilorten erst einmal sachlich zu informieren. Nachdem sich in Nabern gezeigt hat, dass sich die Abschaffung der Unechten Teilortswahl nicht übers Knie brechen lässt, geht es nun ganz behutsam weiter. Denn so viel steht fest: Besser erst für 2024 abschaffen als gar nicht.