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S.A.M.-Kicker werden erneut von Corona ausgebremst

Fußball Der Klub der Kirchheimer Sultan-Ahmet-Moschee tritt kommende Saison doch nicht an.

Kirchheim. Knapp ein Jahr ist her, dass die Kirchheimer Sultan-Ahmet-Moschee ihre Absicht, mit S.A.M. 86 einen eigenen Fußballverein zu gründen, kundgetan hat. Zum damaligen Zeitpunkt steckten die Verantwortlichen um den Vorstandsvorsitzenden Yakub Kambir bereits mitten in den Planungen und zeigten sich - trotz der bereits bestehenden Corona-Krise - überaus optimistisch, zur Saison 2021/22 eine Mannschaft in der Kreisliga B an den Start zu bringen.

Jetzt, dreieinhalb Monate vor dem geplanten Rundenstart, ist das Vorhaben zumindest vorerst auf Eis gelegt. „Die anhaltende Pandemie trifft uns doch deutlich stärker, das konnten wir damals in dem Ausmaß noch nicht so abschätzen“, klärt Emek Ileli, Vorstandsmitglied der Sultan-Ahmet-Moschee, auf. Die momentane Situation sei für alle Mitglieder sehr belastend. „Die strengen Hygienekonzepte und die sich ständig ändernden Regelungen, unter denen der Moscheebetrieb aufrecht erhalten werden kann, sind sehr zeit- intensiv und binden einen Großteil unserer Kapazitäten“, schildert der 35-Jährige. Der erforderliche organisatorische Aufwand war demnach für das sportbegeisterte Führungstrio der Moschee nicht mehr zu stemmen. „Ganz davon abgesehen, dass die aktuellen Bedingungen weder für Sponsoren noch für potenzielle Spieler nicht sehr attraktiv sind“, wie Ileli zugeben muss.

Neuer Anlauf im nächsten Jahr

So ganz verabschieden wollen sich die Verantwortlichen der Sultan-Ahmet-Moschee von ihrem Projekt allerdings noch nicht. Zu viel Leidenschaft stecke hinter der Idee, neben den sportlichen Ambitionen auch den interkulturellen Aspekt in den Vordergrund zu stellen. Der ursprüngliche Gedanke, den Fußballverein als eine Art Brücke zwischen den jeweiligen Kulturen zu sehen und dadurch zugleich die Transparenz der Moscheearbeit zu zeigen, gilt nach wie vor. „Wir streben jetzt einfach das nächste Jahr an und sind fest gewillt, das ganze Vorhaben dann bestmöglich nachzuholen. Bloß müssen wir jetzt erst einmal abwarten, bis wieder etwas Normalität einkehrt“, ist sich Ileli sicher. leni

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