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Saubere Öko-Industrie?

Zum geplanten Gewerbegebiet am „Hungerberg“

Einst war das deutliche Eintreten für Umwelt- und Artenschutz bei den Grünen richtigerweise eines der wichtigsten Themen. Beim „Hoffentlich-nicht-Gewerbegebiet Hungerberg“: Fehlanzeige. „Wir Grüne kämpfen leidenschaftlich für den Klima- und Umweltschutz, um eine lebenswerte Zukunft für Menschen und Natur zu sichern. Der Klimawandel bedroht unsere Lebensgrundlagen - wir Grüne reden nicht nur darüber, wir handeln.“ So steht es im Programm der Grünen zur Landtagswahl.

Wo bleibt der „leidenschaftliche Kampf“ in Bezug auf die Rettung unseres „Hungerberg“? Eine Rotte Rehwild, Dutzende Feldhasen, Bachläufe, die Feldlerche, gesunder Ackerboden (Bio-Qualität), die ungebremste Frischluftzufuhr für Kirchheim und vieles mehr sind für die Grünen offensichtlich keine Gründe, sich „leidenschaftlich kämpfend“ für den Erhalt des Status quo „Hungerberg“ einzusetzen. Stattdessen „versteckt“ sich Herr Schwarz auf Plakaten im „Sonnenblumenfeld“. Wie zu lesen war, soll ausschließlich „saubere“ Öko-Industrie angesiedelt werden. Ist das vielleicht der Grund, warum sich Herr Schwarz zum Thema „versteckt“ hält?

Vielleicht geht es wieder einmal „um das große Ganze“, für das aus seiner Sicht „Opfer“, hier unser „Hungerberg“, gebracht werden müssen. „Ökologische Politik ist für uns Grüne seit unserer Gründung das Herzensthema. Schließlich haben wir die Erde von unseren Kindern nur geborgt“ (aus dem Wahlprogramm der Grünen). Herr Schwarz, werden Sie endlich aktiv.

Gunther Zizelmann, Kirchheim

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