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Schnelltest kaum zu bekommen

Zum Artikel „Zwei Impfzentren stehen fest“ vom 28. November

Es sind natürlich gute Aussichten, dass es endlich Impfstoffe gegen das Coronavirus gibt! Leider wird es aber noch einige Zeit dauern, bis die Impfungen anlaufen und die Ersten geimpft werden können. Dies wird mit Sicherheit noch über Weihnachten hinausgehen.

Ich als mehrfache Coronarisikoperson vermeide Kontakte mit anderen Personen und sitze nun schon wie im Frühjahr wieder mehrere Wochen alleine zu Hause. Mir wird von einer Person eingekauft und meine Partnerin treffe ich nur mit Maske und Abstand. Damit ich mich wenigstens ein Mal am Wochenende und an Weihnachten gefahrlos mit einer anderen Personen treffen könnte, wäre ein Corona-Schnelltest für den Besucher - wie in den Altersheimen - erforderlich. Im Fernsehen, Radio und in der Presse hört und liest man immer wieder, dass der Corona-Schnelltest jetzt in Altersheimen eingesetzt wird.

Leider gibt es auch solche Menschen wie ich, die wegen einer Lungenerkrankung, Krebs oder sonstigen Krankheiten Risikopersonen sind und daher zu Hause sitzen und keinen Kontakt haben können. Dazu kommen noch die Rentner, die wegen Erkrankungen und dem hohen Alter zu Hause sind. Hier wäre auch ein Corona-Schnelltest, eventuell beim Arzt oder dem nächsten Altersheim, die Lösung.

In den Medien hört man immer, dass man sich jetzt problemlos bei Ärzten einem Corona-Schnelltest unterziehen kann. Nach etlichen Anrufen bei Ärzten stellte ich fest, dass es eben nicht so ist!

Dazu wollte ich jetzt mehr Auskunft und die zuständigen Stellen darüber befragen. Dazu habe ich eine Krankenkasse und das Landratsamt angerufen, das Gesundheitsamt zwei Mal angeschrieben, unseren Minister Manfred Lucha und den Gesundheitsminis­ter Jens Spahn ohne Erfolg und Antwort angeschrieben. Mein Fazit ist: Wenn es so bleibt, wird es nichts mit einem Corona-Schnelltest, um an Weihnachten risikolos die Großeltern zu besuchen.

Rainer Ottmayer, Lenningen

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