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Schwarzbauer kämpft um Startplatz

Mountainbike Beim Weltcuprennen in Lenzerheide mischt der Reuderner heute erstmals im „Shortrace“ mit.

Nürtingen. Erstmals in seiner Karriere darf der Reudener Mountainbiker Luca Schwarzbauer heute Abend auf der Lenzerheide in der Schweiz zum „Shortrace“ im Rahmen eines Mountainbike-Worldcups antreten: Das ist üblicherweise den besten 40 der Weltrangliste vorbehalten. Doch wegen Corona gab es speziell für den Weltcup eine reduzierte Version, die aus den Ergebnissen 2019 und den Weltcup- und WM-Ergebnissen 2020 und 2021 bestand. Mit seinem 21. Platz bei der Weltmeisterschaft in Val di Sole am vergangenen Wochenende konnte sich Schwarzbauer in dieser Spezialliste soweit nach vorne arbeiten, dass er heute Abend um 17.45 Uhr auf die rund 20-minütige Jagd nach den besten Startplätzen für das letzte europäische Weltcup-Rennen am Sonntag- nachmittag kämpfen darf.

„Die Disziplin könnte mir richtig gut liegen“, zeigt sich Schwarzbauer zuversichtlich: „Aber ich werde mich natürlich erst mal zurechtfinden müssen. Mein Hauptziel ist, gut und sturzfrei durchzukommen. Und dann will ich unbedingt in die Top 24 kommen, um mir für Sonntag einen guten Startplatz zu sichern.“ Allerdings wollen auch die anderen 39 Fahrer, zum Teil mit deutlich mehr Erfahrung, auf der 1001 Meter langen und mit 38 Höhenmetern gespickten Strecke dieses Ziel erreichen.

Sollte es Luca Schwarzbauer jedoch gelingen, sich tatsächlich in den ersten Startreihen einen Platz zu erobern, würde er seinem erklärten Saisonziel, nämlich einmal über die olympische Distanz unter die Top 15 zu kommen, schon einen großen Schritt näher gekommen sein. Die Voraussetzungen sind gut: bereits in den vergangenen Wochen konnte der Sportler vom MTB Teck seine Form unter Beweis stellen, auch wenn die Ergebnisse das bisher nur teilweise widerspiegeln, vom zehnten Platz bei der Europameisterschaft in Novi Sad einmal abgesehen.

Schwarzbauer hat gute Erinnerungen an den Kurs auf gut 1500 Metern Seehöhe, wurde er doch an gleicher Stelle bei der Weltmeisterschaft 2018 Zehnter, damals aber allerdings noch in der U23-Klasse. „Der Kurs ist cool, aber auch eine große Herausforderung“, meint Schwarzbauer.

Böhm zuversichtlich

Kira Böhm vom SV Reudern ist ähnlich motiviert, zumal sie nicht an EM und WM teilgenommen hat. Für die Weilheimerin ist der Kurs in Graubünden Neuland: „Ich bin sehr gespannt auf die Strecke“, sagte sie vor der Abreise aus Val di Sole, wo sie zur Unterstützung ihres Freundes aus der Nationalmannschaft war. „Ich konnte dort auch trainieren, die Vorbereitung auf das Rennen lief sehr gut“, zeigt sich Böhm optimistisch. Armin Küstenbrück

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