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Shut-Down ja, aber nicht ewig

Zur Berichterstattung über Corona

Ich spitze jetzt mal bewusst zu: Hunderttausende von Menschen wissen ab nächsten Monat nicht, wie sie ihrer Familie was zu essen organisieren sollen, weil sie keinen Job mehr haben. Mehrere Billionen Euro sind oder werden gerade vernichtet, sind weg. Eine ganze Generation läuft Gefahr, Schulden, die jetzt in wenigen Monaten angehäuft werden, nie wieder zurückzahlen zu können. Tausende Unternehmen werden in die Pleite rutschen.

Und nicht gerade wenige von denen, für die wir das tun, freuen sich über leere Straßen, holen das Wohnmobil aus der Garage, und machen eine ausgedehnte Urlaubstour. Auch sehr beliebt ist das Kaufen eines neuen Gartenhauses im Baumarkt oder einfach nur zehn Packungen Toilettenpapier, Samstagmorgens im Edeka.

Währenddessen versuchen sich Eltern verzweifelt neben dem Home-Office auch noch als Lehrer ihrer Kinder, oder, noch besser, sie sind in ihrem Beruf nicht körperlich abkömmlich und machen das abends. Nee, so nicht!

Maximal möglicher Schutz der Schutzbedürftigen und schrittweises „Hochfahren“ des normalen Lebens ist in nächster Zukunft unausweichlich. Das Medikament darf niemals mehr Schaden anrichten als die Krankheit.

Ralph Kittl, Kirchheim

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