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Sich selbst ein Bild machen

Zum Artikel „Cook it!“ geht in die zweite Runde vom 18. Mai

Flüchtlingskrise. Das ist ein Thema, das in den Medien sehr präsent ist und kontrovers diskutiert wird. Die unglaubliche Komplexität der Problematik lässt keine einfache und klare Meinungsbildung zu, sodass die Menschen vorgedruckte Meinungen annehmen. Deshalb ist es wichtig, dass wir zumindest versuchen, uns selbst ein Bild zu machen, indem wir beispielsweise auf die Menschen zugehen, die zu uns kommen. Integration ist nämlich kein einseitiger Prozess, sondern verlangt Stärke von beiden Seiten. Sie ist ein Voneinanderlernen und schafft dabei Vielfalt. Wir, die hier schon Jahre leben, brauchen Mut zu dieser Vielfalt. Unsere Kultur umfasst nämlich auch den Glauben an Demokratie und Freiheit. Wir verlieren unsere Werte also nicht, wenn wir aufeinander zugehen, sondern wir stärken sie.

Eine solche Offenheit lässt sich beispielsweise mit der Teilnahme an integrativen Gemeinschaftsprojekten beweisen. „Cook it!“ ist ein solches Gemeinschaftsprojekt. An unserem „Cook-it-Tag“ im Mai trafen sich in der Familienbildungsstätte Kirchheim Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Fluchterfahrung, um verschiedene Gerichte aus den Herkunftsländern der Flüchtlinge gemeinsam zuzubereiten. Dies geschah in Form von Workshops, bei denen man verschiedenste kulinarische Eindrücke aus der Welt sammeln konnte.

Durch diese Zusammenarbeit und Offenheit konnten wir Integration fördern, die besonders heute jede Unterstützung braucht, denn wir leben in einer sich immerzu wandelnden Gemeinschaft mit vielen verschiedenen Bräuchen, Traditionen, Kulturen und Menschen, die in ihrer Einzigartigkeit Respekt verdienen.

Laura Anger, Weilheim

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