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Sieben fette Kühe Pharaos

Zum Kommentar „Regierende in der Bredouille“ vom 25. August

Für soziale Sicherheit „brauchen wir Zuwanderung“. Aber Jobs in sozialen Diensten in der Fremde ohne eigene Familie führen zu der Frage, wo bleibt der tiefere Sinn beziehungsweise die Heimat? Auch die fromme Zwiesprache mit Gott verebbt.

In Lebenskrisen entdeckt der Glück suchende Mensch plötzlich Ziellosigkeit. „Wozu alles?“ Die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit erfasst früher oder später Menschen, die keine fragenden, übernehmenden, weitertragenden Nachkommen (Schüler) haben. Die Antike rebellierte mit ihren unzerstörbar gedachten Ideal-Kunstwerken, Bauten und Weisheiten. Zielsuche schläft momentan. Die Lebensfrage „Wozu“, kehrt wieder bei materiellen Unsicherheiten in Hilfsjobs, Alter, Pflege. Voreilige Festlegungen hatten „historisch Denken“ blockiert. Aufklärung und Naturforschung zerrissen Denkverbote, sodass Darwins und Nietzsches Arbeiten zur Explosion führten, unter anderem mit todbringendem Schnelldenken. Gottes „fein gestaltete Natur“ zeigt sich erschreckend als derbe Langzeitmühle, in unzähligen Generationen schlicht ausscheidend was nicht passt. Natur und Markt stehen auf Verzehr, definieren fette Kühe ohne Schlachtfreigabe als nutzlos.

Ein Schwarm Schmetterlinge an einem Strauch. Nach Ei, Raupe, Puppe jetzt als Imago verwirklicht, wozu? Es gibt Arten, die ausgeschlüpft nahrungslos „von Luft und Liebe“ leben, mit Hirnprogrammen zur Findung des genetischen Partners. Das Leben der geschlechtsfähigen Insekten, Vögel, Säugetiere ist erweiterte „Hochzeit“. Bunte Medien der Menschen ziehen uns in Hochzeitswelten und dergleichen. Sagt uns das nichts? Schade um Musik, Kunstempfinden, wundersames gegenseitiges Verstehen!

Der sich verbrauchende Falter findet alternativlos den Liebestod wie dann die Menschheit auf betonierten Fluren oder Oasen.

Karl Dannenhauer, Weilheim

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