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Sieben Vereine auf einen Streich

Veranstaltung Die Stadt Owen „brennt“ am Sonntag für das Projekt „Musikvision“: Von Frühschoppen über Konzerte bis zur Kabarettvorstellung ist in der neu sanierten Teckhalle alles geboten. Von Silja Kopp

Mit den Worten „Wir sind noch da und haben nicht das gefährlichste Hobby der Welt“ meldet sich der Chorverband Karl Pfaff nach eineinhalb Jahren Corona-Pause mit dem Projekt „Musikvision“ zurück. Am Tag der Deutschen Einheit bekommen sieben Vereine in Owen die Möglichkeit, sich zu präsentieren, und wollen sich so solidarisch mit allen anderen Musikvereinen und Künstlern zeigen, die wegen der Pandemie zu kurz kamen. „Wir wollen das Vertrauen in musikalische Veranstaltungen zurückgewinnen und haben uns deshalb auch ein entsprechendes Hygienekonzept ausgedacht“, sagt Matthias Wallisch, der stellvertretende Chorverbandspräsident. Die Veranstaltungen werden vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport unter dem Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ gefördert, weshalb das Projekt in so großem Rahmen möglich ist.

Schwäbische Spezialitäten

Los geht es ab 11 Uhr mit einem Frühschoppen, den der Musikverein Owen bestreitet. Ab 14 Uhr treten Chöre aus der Region auf. Ab 19 Uhr sind „Elsbeth und Alois Gscheidle“ und die Chöre „DaCapo Hochdorf“ und „So semmer halt“ mit dabei. „Uns geht es vor allem darum, ein Gemeinschaftsgefühl herzustellen und die Vereine zu stärken. Ihnen soll die Sorge genommen werden, auf die Schnelle und nach langer Pause alleine ein Konzert auf die Beine stellen zu müssen. Deshalb ist das eine Veranstaltung, an der sich jeder Verein ohne Druck beteiligen kann“, erklärt Miriam Schmidt, die Vorsitzende des Gesangvereins Liederkranz Owen.

„Durch die Vielfalt der Vereine wird außerdem ein großes Publikum angesprochen“, fügt Matthias Wallisch hinzu. Die frisch sanierte Teckhalle in Owen ist mehr als bereit für neue Veranstaltungen, denn sie ist mittlerweile barrierefrei. „Bei ihrer neuen Ausstattung wurde außerdem sehr darauf geachtet, den Vereinen gerecht zu werden“, erklärt Matthias Wallisch.

Nicht nur Musikvereine und Chöre nehmen am Projekt teil. Unter dem Motto „Owen brennt“ ist auch die Brennerei Bellerhof mit verschiedenen Spezialitäten vertreten. Neben schwäbischen Whiskeys und vegetarischem Essen werden schwäbische Gerichte angeboten.

Mitorganisiert hat das Projekt Eileen Gerstner, die interkommunale Wirtschafts- und Tourismus-Förderin von Lenningen. Sie ist stolz darauf, was auf die Beine gestellt wurde: „Sieben Vereine sind eine gute Hausnummer. Die Leute sollen mal wieder zusammenkommen und das Kulturangebot im ländlichen Raum genießen“, sagt sie zufrieden. Ganz ohne Einschränkungen ist die Veranstaltung freilich nicht möglich. So gelten wie derzeit üblich die 3 Gs. Die Sänger und Sängerinnen aus dem Hochdorfer Chor „DaCapo“ haben außerdem beschlossen, sich alle trotz Impfung oder Genesung vor dem Konzert testen zu lassen. „Die Krankheit Covid ist schlimm, diese Meinung teilen wir sicherlich alle. Aber sie gehört jetzt nun mal zum Leben dazu und die Vereine können und wollen sich davon nicht lähmen lassen“, sagt Miriam Schmidt entschlossen.

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