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Sinnloser Aktionismus

Zum Artikel „Testpflicht an Schulen nach Ostern“ in der Ausgabe vom 31. März

Der Artikel im Teckboten, der darüber informiert, dass nach den Osterferien die Corona-Selbsttestpflicht in den Schulen kommt, hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich frage mich, was der Sinn darin sein soll, gesunde, symptomlose Kinder zu testen. Laut neuester Studie gibt es keine Hinweise, dass durch asymptomatische Personen eine infektiöse Übertragung stattfindet. (Nature, Neue Wuhan-Studie mit knapp zehn Millionen Teilnehmern). Die kranken Kinder bleiben sowieso zu Hause, und die anderen halten die AHA-Regeln ein und lüften in der Schule. Will man gesunde, symptomlose Kinder durch sinnlosen Aktionismus quälen? Ein Wiener Verwaltungsgericht hat aktuell in seinem Urteil die PCR- und Antigentests als nicht geeignet erkannt, eine Infektion bei Menschen ohne Symptome nachzuweisen - wie der Entwickler, Karry Mullis, selbst die WHO und die Fachzeitschrift „The Lancet“ - und somit der gesamten „epidemischen Notlage“ die Grundlage entzogen. Mit den Tests allein kann keine Feststellung von krank oder gesund getroffen werden, sie sind nur ein Parameter wie Anamnese und Symptome, ein Arzt muss unter Berücksichtigung aller Parameter eine Diagnose stellen.

Professor Hotz erklärt: „Auf die Positivquote ist kein Verlass. Man kann aus ihr nicht auf die tatsächliche Zahl der Infektionen schließen. Steigt die Anzahl der anlasslosen Tests stärker an als die der anlassbezogenen, so kann sehr wohl die [echte] Positivenrate fallen, obwohl die Inzidenz steigt.“

Gabriele Bernreuter, Dettingen

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