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Solidarität ist freiwillig

Zur Berichterstattung über die Corona-Impfung

Schaut man auf öffentliche Verlautbarungen in Funk und Fernsehen, so könnte man meinen, dass unser aller Zukunft vom Impfen abhängt. Das Wort Solidarität wird dabei geradezu inflationär gebraucht. Leider wird Solidarität auch benutzt, um Andersdenkende zu bekämpfen und ins gesellschaftliche Abseits zu stellen. Wer nicht so solidarisch ist, wie es Regierende und die ihnen wohlgesonnenen Medien vorgeben, der befindet sich ruckzuck im gesellschaftlichen Niemandsland. Sehr groß ist dann auch die Chance, sich als Nazi oder Corona-RAF verdächtigt zu sehen.

Mal abgesehen davon, dass diejenigen, welche nur noch derlei Schlagworte gegen ihre politisch missliebigen Gegenüber in Stellung bringen können, dringend Hilfe benötigen - was macht das mit einer Gesellschaft? Wenn der vorgegebe Meinungskorridor dermaßen verengt wird, dann läuft etwas gewaltig aus dem Ruder. Vielleicht würde es helfen zu verstehen, dass Solidarität nur freiwillig funktioniert und es diese auch nur unter Gleichen geben kann. Gleich kann man aber nur sein, wenn man auch dieselben Rechte wie alle anderen hat. Eine demokratische Gesellschaft, die akzeptiert, dass missliebige Meinungen geächtet, gelöscht oder sogar bestraft werden, beseitigt ihre Grundlagen.

Stefan Kromer, Kirchheim

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