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Spezielle Freibadregeln

Zum Artikel „Abstandsregel verärgert Badegäste“ vom 27. Juni

Anlehnend an den Artikel von Bianca Lütz-Holoch, verfasse ich diesen Leserbrief bezüglich der Unannehmlichkeiten wegen Abstandsregeln und sonstigen Einschränkungen im Kirchheimer Freibad. Gleich der Ein- und Ausgang zum Freibad mutet, aufgrund der genialen Wegetrennung, zum Schmunzeln an. Es erschließt sich nicht so recht, warum man über die (nasse) Wiese laufen muss, um dann sowieso auf einen gemeinschaftlichen Weg zu kommen, auf dem der Gegenverkehr anscheinend keine Rolle mehr spielt.

Weiterhin möchte ich anmerken, dass keine Schließfächer mehr zugänglich sind, da diese sonst, laut Freibadpersonal, desinfiziert werden müssen und dafür die Reinigungskräfte keine Zeit haben. Andere Bäder haben damit kein Problem. Als weiterer Fun-Effekt gibt es auch keine Bänke zum Sitzen oder Badetasche abstellen. Also derjenige, der nicht in der Wiese liegen möchte, hat Pech gehabt. Dies liegt laut Aussage des Personals daran, dass man die Bänke desinfizieren müsste. Ich frage mich, ob sämtliche Parkbänke in der Stadt auch ständig desinfiziert werden. In allen Freibädern, die ich bisher besucht habe, gibt es immerhin eine geöffnete Dusche - doch im Kirchheimer Freibad scheint dies zu viel Aufwand zu sein.

Auch die Freibad-Atmosphäre am Kiosk ist gleich null. Den Kaffee kann man nur im Stehen trinken, weil es bedauerlicherweise keine Sitzgelegenheiten am Kiosk mehr gibt. Außerdem muss man, um aus dem Schwimmerbereich zu kommen, bis zum Ende des Nichtschwimmer-Becken gehen, was schon an eine Wanderung grenzt. Obwohl ich eine begeisterte Schwimmerin bin, werde ich diesen Sommer sehr sparsam mit dieser Art von Freibadbesuchen sein.

Andrea Kintzi, Weilheim

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