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Sportgelände ist öffentlicher Raum

Zum Artikel „Frust über abgesperrten Schulhof“ vom 21.  Juli

Auch unser großer Garten kann keinen Bolzplatz ersetzen. Das mussten wir in diesem Jahr mit unserem neunjährigen Sohn erkennen. Tränen der Wut und Enttäuschung über den abgeschlossenen Sportplatz beim LUG gehören bei uns schon zum Alltag. Seine Schwester konnte dort noch vor wenigen Jahren in den Ferien auf der Tartanbahn Einradfahren üben. Warum darf er nicht dort kicken? Wo können sich ballbegeisterte Kinder aus den Wohngebieten Nägelestal, Scheurengärten, Milcher- und Galgenberg zum Spielen verabreden? - „Mama, Kirchheim hat nicht mal eine Wiese.“

Das Sportgelände am LUG ist öffentlicher Raum und vollkommen alternativlos für die Generation von bewegungsfreudigen Kindern, die in der Nachbarschaft gerade heranwächst. Der nächtliche Vandalismus kann gerne ausgesperrt werden, wo dies möglich ist, aber unsere Kinder tagsüber bitte nicht!

Übrigens, die Freie Waldorfschule in Kirchheim hat schon vor Jahren einen privaten Wachdienst engagiert, der das Schulgelände in seine nächtliche Kontrollrunden aufgenommen hat. Wäre das nicht eine Möglichkeit für die vielen vom Vandalismus geplagten innerstädtischen Schulhöfe, Bolz- und Spielplätze?

Peter und Angela Keppler, Kirchheim

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