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Stempel sammeln im Landkreis

Pilgern „Mein Jakobsweg“ führt heute über aussichtsreiche Höhenzüge von der Schurwaldhöhe bei Esslingen bis zu einem kulturellen Highlight, dem romanischen Kloster in Denkendorf. Von Rainer Hauenschild

Jakobswegpilger beim Abstieg in das Neckartal von der Schurwaldhöhe.
Jakobswegpilger beim Abstieg in das Neckartal von der Schurwaldhöhe.

Bereits im Heiligen Jahr 2004 wurde der Jakobsweg von Rothenburg ob der Tauber bis Rottenburg am Neckar durch ein ökumenisches Jakobsweg-Team angelegt und gekennzeichnet. In Endersbach teilt sich der Jakobsweg in eine Ost- und Westvariante, die jeweils über den Schurwald führen. Die Ostvariante führt über Plochingen nach Neckartailfingen und die Westvariante über Esslingen.

Die Westvariante führt von Endersbach über Stetten steil über Wiesen und Felder durch den Schurwald zum Jägerhaus auf die Esslinger Schurwaldhöhe. Von da geht es wieder teils steil abwärts auf der Strümpfelbacher Steige zwischen Streuobstwiesen in das Neckartal mit tollem Blick auf Filderebene und Schwäbische Alb.

Schon an der Kirche Sankt Bernhard kann man den ersten Esslinger Pilgerstempel ergattern, bevor es dann weitergeht über die Esslinger Burg durch den historischen Sailergang mit seinen 280 Stufen zum Marktplatz. Der Esslinger Marktplatz lädt zum Verweilen ein mit tollen Gastronomien, umgeben von alten Fachwerkhäusern sowie den Kirchen Frauenkirche, Münster St. Paul und Stadtkirche St. Dionys. Die Pilgerstempel der jeweiligen Kirchen gibt es in den zuständigen Pfarrämtern oder auch im Büro des Esslinger Stadtmarketing & Tourismus am Marktplatz.

Nach einer ausgiebigen Pause geht es nun weiter vom Westportal der Stadtkirche St. Dionys über die Agnesbrücke vorbei am Schelztortum mit seinem „Skywalker“, der auf einem Stahlträger über dem Turm balanciert. Von hier aus geht es durch die Bahnhofstraße weiter über die mittelalterliche Pliensaubrücke durch die Unterführung.

Wegen der Sperrung des Unteren Eisbergweg führt der Jakobsweg nun entlang der Bundesstraße zehn über die Hammerschmiede nach Berkheim. In der Kirche St. Michaelis liegt dann auch schon ein weiterer Pilgerstempel bereit. Einen weiteren Pilgerstempel gibt es auch in der Kirche St. Maria.Nach einer kleinen Verweilpause in Berkheim geht es nun weiter über die Felder direkt nach Denkendorf mit einem traumhaft schönen Ausblick auf den Höhenzug der Schwäbischen Alb mit der Burg Teck, der Bassgeige und Burgruine Hohenneuffen. Bereits schon während des steilen Abstiegs nach Denkendorf ist die romanische Klosterkirche aus dem Jahr 1200 zum Greifen nah. Das Kloster Denkendorf lädt wiederum zu einer ausgiebigen Rast ein. Dort gibt es natürlich auch den beliebten Pilgerstempel.

Für Unermüdliche führt der Jakobsweg von Denkendorf aus weiter über die Lindenhöfe und Hardt nach Neckartailfingen. Dort vereinigen sich die Ost- und die Westvariante.

Mit Stolz tragen eingefleischte Pilger das Symbol der Muschel. Das Foto oben zeigt eine Pilgergruppe beim Abstieg von der Schurw
Mit Stolz tragen eingefleischte Pilger das Symbol der Muschel. Das Foto oben zeigt eine Pilgergruppe beim Abstieg von der Schurwaldhöhe ins Neckartal. Fotos: Markus Brändli/Jakobswegteam
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