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Stolz auf die „Familienleistung“

Zum Artikel „Ferienspaß im Corona-Modus“ vom 24. Juni

In dem Artikel wird Thilo Ehrle vom Brückenhaus zitiert: „Unsere Schulsozialarbeiter wissen, für welche Kinder es schwierig war, wochenlang isoliert mit ihren Eltern zu leben.“ So eine unqualifizierte, arrogante und gesellschaftlich spaltende Aussage vom pädagogischen Leiter ist schwer zu ertragen. Auch Eltern und Kinder, die es gut geschafft haben, Homeoffice und Beschulung zu Hause zu bewältigen, haben durch die wochenlange enorme Nähe mit ihren Kindern Belastung erfahren. Trotzdem würden wir uns nicht als schwierig betrachten.

Wir sind sehr stolz auf uns und unsere Kinder. Die Kinder haben das großartig geschafft. Trotzdem sehnen sie sich nach Freizeitangeboten, Fußball und altersgemäßen Aktivitäten - wie alle Kinder. Das Wort schwierig hat hier nichts zu suchen! „Schwierig“ als Bewertung liegt immer im Auge des Betrachters oder Bewerters. Wenn Sozialarbeiter diese Zuschreibung und arrogante Bewertung weglassen würden, dann würden sich Familien, die Hilfe suchen, vielleicht auch mehr an die Schulsozialarbeiter wenden.

Steffi Klar, Kirchheim

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