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Tatsächlich eine „frohe Botschaft?“

Zum Artikel „Plötzlich ziehen die Richter mit“ vom 23. November und zum Kommentar „Frohe Botschaft“ vom 16. Dezember

Es war zu lesen: „Plötzlich ziehen die Richter mit - Die Justiz entscheidet immer häufiger im Sinne der Behörden“. Da läuten bei mir die Alarmglocken, denn ohne Gewaltenteilung, also unabhängige Gerichte, funktioniert die Demokratie auf Dauer nicht.

Mittlerweile gibt es besorgniserregende Auswirkungen. ­Unsere Gerichte schreiten häufig nicht mehr oder sehr spät ein, wenn wesentliche Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit oder das Selbstbestimmungsrecht außer Kraft gesetzt werden, aus­ufernde Überwachung, Existenzvernichtung, Pflichttests und indirekte Impfpflicht Wirklichkeit werden. Mit immer neuen Vorschriften, mit Panikmache und Bußgeldandrohungen entwickelt sich unser Staat erschreckend autoritär. Dass das dem Gesundheitsschutz dient, glaube ich mittlerweile nicht mehr.

Wenn nur eine neuartige Impfung die Erlösung von den Einschränkungen bringen soll, aber bloß vielleicht, dann weiß man, woher der Wind weht. Aus dem Umkreis des Weltwirtschaftsforums verlautet, dass für große Umwälzungen eine Pandemie noch besser geeignet sei als eine Klimakrise. Mit Menschen in Angst kann man anscheinend alles machen. Den Beginn der Impfung im Kommentar als „Frohe Botschaft“ und „echtes Weihnachtswunder“ zu bezeichnen oder neulich bei einer anderen Zeitung als „das wahre Weihnachtsgeschenk“, das lässt einem dann vollends die Haare zu Berge stehen.

Als Christ weiß ich Tröstliches aus der Bibel: „Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Ich bin gespannt, wie Gott hilft. Durch manch sinnvolle Maßnahme, vielleicht auch durch unabhängige Gerichte. Oder ganz anders. Es ist Advent.

Brigitte Patz, Dettingen

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