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Tennisbund droht mit Rechtsstreit

Tennis Die Hallen bleiben gesperrt. Der WTB kündigt nun an, die Angelegenheit gegebenenfalls juristisch prüfen zu lassen.

Region. Die Tennisverbände im Land machen weiter Druck und drängen auch nach der Lockdown-Verlängerung auf eine rasche Öffnung der Tennishallen für den Individualsport. Weil nach der seit gestern gültigen Fassung der Corona-Verordnung alle Sportstätten noch bis mindestens 7. März für den Publikumsverkehr gesperrt sind, ist auch in den Tennishallen kein Betrieb möglich. Bis zum verschärften Lockdown Mitte Dezember waren noch zwei Personen je Halle zugelassen.

„Nachdem die Landesregierung trotz verbesserter Inzidenzzahlen die drastischen Einschränkungen für den Tennissport weiterhin aufrecht erhalten hat, ohne eine Öffnungsstrategie zu präsentieren, werden wir gemeinsam mit dem Badischen Tennisverband uns über eine juristische Überprüfung verständigen“, äußert sich dazu der Württembergische Tennis-Bund (WTB) in einer Mitteilung an die Vereine auf der Verbandshomepage. Es sei nicht nachvollziehbar, warum dem Individualsport keinerlei Perspektiven aufgezeigt werden. Sämtliche Anregungen und Vorschläge würden vollständig ignoriert, „obwohl diese mit großer Sorgfalt und unter Abwägung sämtlicher Gegebenheiten eingebracht wurden“. Der WTB hatte schon unmittelbar nach der Bund-Länder-Konferenz in der Vorwoche angekündigt, die neuen Regelungen in der Corona-Verordnung abzuwarten, um dann gegebenenfalls zu reagieren.

Hallenöffnung ab 50er-Inzidenz?

Dem WTB stößt unter anderem die uneinheitliche Regelung in Deutschland auf, so etwa sind in Hessen und in Niedersachsen die Tennishallen für den Einzelsport nach wie vor geöffnet. Es sorge für Unverständnis, dass dort „Tennisspiel ein geringeres Infektionsrisiko“ darstellen soll als in Baden-Württemberg, hatte der Verband bereits Mitte Januar beanstandet und ans Land appelliert, eine Perspektive aufzuzeigen, die „klarstellt, wie Lockerungen in Zukunft aussehen sollen beziehungsweise können“. In einem Beitrag des Fernsehsenders Regio TV hatte WTB-Vizepräsident Rolf Schmid in der Vorwoche die Vorstellungen des Verbands präzisiert. „Ab einer Inzidenzzahl von 50 können Tennishallen wieder geöffnet werden.“ Und ab einer Inzidenz von 25, „bei der wir ja wirklich schon sehr weit unten sind“, solle normales Spielen in der Halle wieder erlaubt sein. Diesen Vorschlag habe der WTB bislang gemacht, die Landesregierung habe aber noch nicht reagiert. Im jüngsten Beschluss des Corona-Gipfels ist für den Sport nur von einer gemeinsamen Bund-Länder-Arbeitsgruppe die Rede, die „weiter an der Entwicklung nächster Schritte der sicheren und gerechten Öffnungsstrategie“ arbeitet. pm

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