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TGN-Frauen verspielen erste Chance

Handball Abstiegsbedrohte Nürtingerinnen starten mit Pleite in die entscheidenden Wochen der Zweitliga-Saison.

Nürtingen. Die Handballerinnen der TG Nürtingen haben ges- tern Abend im Nachholspiel der Zweiten Bundesliga einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib verpasst. Nach der 24:29-Heimniederlage gegen den schwäbischen Konkurrenten VfL Waiblingen steht die Turngemeinde am Samstag beim TSV Nord Harrislee weiter unter Zugzwang.

Gegen den Tabellensechsten war die TGN in den ersten 30 Minuten das bessere Team, ging trotz insgesamt fünf vorschnellen und teils fragwürdigen Zeitstrafen durch das hessische Schiedsrichtergespann auch in Unterzahl immer wieder in Führung. Doch zur Pause stand es aus Nürtinger Sicht nur 11:11. „Schon in der Kabine bin ich laut geworden. Da hätte es schon 12:8 für uns stehen können“, schimpfte TG-Trainer Simon Halblizel, der den Grund für die sich ab der 50. Minute abzeichnende Niederlage klar benannte: „Wir hatten nicht die Qualität und die Disziplin im Abschluss. Das hat uns das Genick gebrochen.“ Der fehlende Rhythmus seiner Mannschaft, der nach einem positiven Coronatest vor eineinhalb Wochen und dem nächsten Spielausfall gerade einmal eineinhalb Trainingseinheiten geblieben waren, um sich auf den Lokalkampf gegen eines der besseren Teams der Liga vorbereiten zu können, tat sein Übriges.

So groß die Hoffnung auf einen womöglich vorentscheidenden Befreiungsschlag im Abstiegskampf war, so groß war schließlich auch die Enttäuschung aufseiten der TGN, die zum zweiten Mal in dieser Spielzeit gegen den starken Konkurrenten aus Waiblingen als Verlierer vom Platz gehen musste. Zeit für eine umfassende Analyse bleibt laut Simon Trainer Hablizel nicht. Nürtingen bleibt auf Platz elf. Der Drittletzte muss in die Relegation. „Wir müssen die Niederlage schnell abhaken und am Wochenende dann eben in Harrislee gewinnen“, sagt der Nürtinger Trainer, auf dessen Team in den kommenden drei Wochen sechs weitere Spiele warten. Den Auftakt in den hart getakteten Mai hatte sich die TG anders vorgestellt. Jetzt geht’s am Samstag an die dänische Grenze zum TSV Nord Harrislee. Eines steht für den TG-Coach aber fest: „Ein Beinbruch war das für uns nicht.“ als

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