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Träume als Linderung von Trauer

Kooperation der Trauerphasen mit dem Unterbewussten

Luzides Träumen als Linderung. Foto: Pexels

Ips/MP. Sowohl für die Psychotherapie der Trauer als auch für die Trauerpsychologie sind die "Unterdrückte Trauer", die "Chronische Trauer" und die "Komplizierte Trauer" Schwergewichte und bedürfen einer bereits intensiven Praxiserfahrung zur Behandlung. In diesen komplexen Trauerarten erfolgt eine Verdrängung in das Unterbewusstsein und kann mit psychischer Krankheit resultieren. Das Filigrane ist, negative Träume in positive und lindernde zu behandeln. Viele Trauernde versetzen sich mit dem Trigger in den Schlaf, vom Verstorbenen oder vom Verlust zu träumen und verleihen ungeachtet vom internen Weltbild dem Traum eine tiefgreifende spirituelle Bedeutung. In den meisten Fällen potenzieren sich dabei der Verlust und die Belastung beim Aufwachen. C. G. Jung und Verena Kast haben bereits Pionierarbeit geleistet. Ausschlaggebend für eine Linderung ist, Klarheit über den Bewusstseinszustand während des Träumens sowie über die eigene Entscheidungsfreiheit zu erlangen und Klarheit über die Erinnerung des Traumes zu haben, denn was ohne Erinnerung bleibt, ist die Beständigkeit einer Belastung ohne zu wissen woher. Mit der Begegnung zur Traumfigur ist es relevant, über Flucht, Konfrontation oder Annäherung aktiv zu bestimmen. In der Psychotherapie hat sich "Luzides Träumen" bewährt, die Schlafenden sind sich dessen gewahr, dass sie träumen. Dieser Prozess ist komplementär zur "Schlafmedizin".


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