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Trail im Talwald: In Kirchheim und Nürtingen laufen die Gespräche

Einen illegalen Trail im Talwald zwischen Reudern und den Bürgerseen haben das Kreisforstamt und die Stadtverwaltung Kirchheim im Sommer vergangenen Jahres abgesperrt und abgebaut. Dort waren abseits der Wege immer mehr Querfeldein-Schneisen und Sprungschanzen aufgetaucht. Der Talwald ist als Flora-Fauna-Habitat ausgewiesen und Teil eines europaweiten Schutz­gebietsnetzes, das dem Erhalt wildlebender Pflanzen- und Tierarten dient. 

Die Städte Kirchheim und Nürtingen haben daraufhin gemeinsam mit einem Planungsbüro einen Prozess angestoßen, um einen legalen Trail auszuweisen. Ziel ist es, genehmigungsfähige und naturverträgliche Mountainbike-Strecken zu eröffnen, die von allen Beteiligten akzeptiert werden.

An einer Online-Diskus­sionsrunde im März haben sich mehr als 50 Interessenten aus den Reihen engagierter ­Mountainbiker, der Jagdpächter, von Stadt-, Landkreis- und Forstverwaltung sowie des Schwäbischen Albvereins beteiligt. Sie legten ihre Vorstellungen dar und machten Vorschläge. Aus Haftungsgründen soll es keine zusätzlichen Bauten wie Schanzen geben.

In einem nächsten Schritt sollen mit Vertretern der Forstbehörden und des Naturschutzes Flächen im Talwald identifiziert werden, die infrage kommen. Dann gibt es einen weiteren Workshop, in dem mögliche Trails ausgearbeitet werden, um eine grobe Kostenschätzung zu ermöglichen. Die Pläne dienen als Grundlage für die Diskussion in den Gemeinderäten der Kommunen. pm/bil

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