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Trainer-Debüt gegen den Dino der Liga

Handball Am Sonntag um 15 Uhr erwartet die TG Nürtingen um Neu-Coach Simon Halblizel Zweitligatopteam Zwickau.

Nürtingen. Es gibt Gegner, da weiß man gleich, wo man steht. Auf einen solchen trifft die TG Nürtingen am morgigen Sonntag. Der Zweitliga-Dino aus Zwickau, außer seinen beiden Erstliga-Gastspielen 1991/92 sowie 1995/96, stets in der Zweiten Bundesliga beheimatet, wurde vor dieser Saison von vielen als absoluter Topfavorit gehandelt und ist dieser Rolle auch weitestgehend gerecht geworden. Sein letztes Spiel gegen Kellerkind SV Werder Bremen, jenes überraschende 27:27-Remis daheim, trübt die Bilanz des Tabellendritten zwar etwas, doch angenehmer dürfte das die Aufgabe für die Nürtingerinnen nicht machen. Das ist natürlich auch Trainer Simon Hablizel bewusst.

Der neue Mann an der TG-Außenlinie hat in den vergangenen Wochen viele Videos geschaut. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Kontrahenten bei seiner Premiere. „Zwickau ist mit das Beste, was es in der Liga gibt. Das wird sehr anspruchsvoll“, weiß der 32-Jährige, „aber auch wir sind eine gute Mannschaft.“

Nicht nur auf Simon Hablizel wartet ein spannender Sonntag. Denn keine seiner Schützlinge hat ihn je vor einem Spiel in der Kabine erlebt. Auch Testspiele waren für die TG schließlich nicht möglich. „Das war auch für mich als Trainer schwierig“, meint er. Neu gestaltet sich auch einiges für sein Team. Welche Ansprache wird der Coach vor der Partie wählen? Wie wird er die Mannschaft einstellen? Was wird er in den Auszeiten sagen oder wie wird er auf bestimmte Situationen reagieren? Wie auswechseln? Alles Fragen, auf die es am Sonntag Antworten geben wird, alles auch für den neuen Kommandogeber eine durchaus spannende Angelegenheit. „Ich bin optimistisch“, sagt er trocken.

Und dann ist da ja noch die Frage nach den Neuerungen. Allzu viel habe er in den vergangenen Wochen nicht verändert, unter anderem den ein oder anderen Laufweg modifiziert, erläutert der B-Lizenzinhaber, der zuletzt noch am Gegenstoßspiel feilte. Es klappte sehr zu seiner Zufriedenheit. „Sie haben das gut gemacht“, lobt er seine Spielerinnen. Wie das unter Wettkampfbedingungen aussehen wird, das wird dann der Sonntag zeigen. Ebenso gestaltet es sich beim Problem am Kreis. Lenya Treusch möchte Hablizel wegen ihres Bänderrisses im Sprunggelenk noch schonen, als einzige echte Kreisläuferin steht dadurch lediglich Spielführerin Delia Cleve zur Verfügung. „Deli muss ran“, sagt ihr Trainer, der als Alternative Spielgestalterin Saskia Wagner in der Hinterhand hat. Mit an Bord sind auch die Leihgaben Katarina Pandza und Laeticia Quist, die am heutigen Samstag mit ihrem Stammverein TuS Metzingen aktiv sein werden. jsv

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