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Trotz Umleitung fahren viele durch Notzingen

Verkehr Anwohner des Lerchenwegs klagen ihr Leid. Die Seitenstraße wird von vielen als Schleichweg genutzt.

Notzingen. Die Sanierung der Notzinger Ortsmitte ist bekanntermaßen in vollem Gange. Nach dem Abschluss des ersten Bauabschnitts in der Kirchheimer Straße ist die Hauptverkehrsader L 1201 nun am gegenüberliegenden Hang in der Hochdorfer Straße gesperrt. Das wird laut aktuellem Zeitplan bis Ende November so bleiben. Umleitungsstrecken sind eingerichtet. So ist der überörtliche Verkehr, zu dem viele Berufspendler zählen, angehalten, die überörtlichen Umleitungen von Kirchheim kommend via Wernau und Plochingen oder in Richtung Kirchheim via Hochdorf und Schlierbach zu nutzen. Allerdings hält sich nicht jeder daran, wie die Klagen einiger Anwohner des Notzinger Lerchenwegs in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats zeigten.

Zur Erklärung: Laut Beschilderung ist dieser, der nahezu parallel zur gesperrten Hochdorfer Straße durchs Wohngebiet verläuft und den Sonnenweg oben mit der Ötlinger Straße unten verbindet, von Hochdorf her kommend gesperrt. Einzig der Linienverkehr, darunter die Schulbusverbindung Richtung Kirchheim, darf den Lerchenweg passieren. Von unten her ist er ab der Einmündung Daimlerstraße nur noch für Anwohner freigegeben. Beidseitig besteht eine Halteverbotszone. So besagen es die Schilder. Die Realität scheint allerdings eine andere. „Es fahren vor allem zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends immer wieder welche von oben trotz des Verbots durch“, klagte eine Anwohnerin, „auch von unten her kommend wird es einfach ignoriert, dass ab der Einmündung Daimlerstraße eigentlich nur noch Anlieger durchfahren dürfen. Vielmehr wird hier öfters ordentlich Gas gegeben.“ Das müsse zu den Hauptzeiten öfter kontrolliert werden, so die nachdrückliche Forderung. Ein weiterer Punkt war die Gefährdung: „Hier sind Kindergarten- und Schulkinder unterwegs, und es gibt ja keinen Gehweg. Das ist aktuell zu gefährlich. Da muss etwas passieren“, betonten anwesende Mütter. Ja, eine Umleitung aufgrund der laufenden Bauarbeiten sei derzeit unumgänglich, „sie macht aber nur Sinn, wenn die Verkehrsregeln auch eingehalten werden“, so die Anlieger.

Bürgermeister Sven Haumacher schätzte die Situation nach mehreren Vor-Ort-Terminen nicht ganz so dramatisch ein wie die Anwohner sie schilderten. „Gerade im Hinblick auf den aktuellen Start der Sommerferien löst sich die gewähnte Gefährlichkeit für die Schulkinder von selbst auf. Nach den Sommerferien ist die Baustelle weiter oben und die Situation wieder eine andere“, sagte Sven Haumacher. Er sicherte den Anwohnern aber grundsätzlich zu, sich erneut mit der Stadt Kirchheim wegen weiterer Kontrollen auf der Umleitungsstrecke in Verbindung zu setzen. Katja Eisenhardt

Aktueller Zeitplan der Arbeiten in der Ortsmitte

Hochdorfer Straße: Bis zur kommenden Woche (KW31) soll der aktuelle Bauabschnitt von der Einmündung Ötlinger Straße bis Höhe Herdtfeldstraße fertig asphaltiert und freigegeben werden. Im Anschluss werden Kabel (Netze BW und Telekom) ab der Hochdorfer Straße 40 bis zur Teckstraße im Gehweg verlegt. Die Bushaltestelle samt Querungshilfe folgen anschließend. Ende November soll die Hochdorfer Straße komplett fertig sein.

Notzinger Straße: In Wellingen laufen die Gehwegarbeiten beim Bürgerhaus sowie im oberen Bereich der Roßwälder Straße noch zwei bis drei Wochen. Im Anschluss wird in der Notzinger Straße zwischen der Einmündung Brühlstraße und Heergasse eine neue Wasser- und Gasleitung verlegt. Inklusive der neuen Hausanschlüsse werden sich die Arbeiten nach aktueller Schätzung bis ins neue Jahr ziehen. eis

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