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Umdenken statt Querdenken

Zum Artikel „Auf die richtigen Informationen kommt es an“ vom 24. Oktober

Nun ist diese „Bewegung“ auch in Kirchheim angekommen. Ein lachendes Kind wird benutzt und in Gefahr gebracht, um diese „Kundgebung gegen (!) die Corona-Pandemie“ zu eröffnen und zu beschließen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer dieser „querdenkenden“ Demonstranten einen ihm nahestehenden an Corona erkrankten Menschen in seinem Umfeld hatte oder hat. Ich hatte einen. Er ist daran gestorben. Ich wünsche dieses Erleben niemandem. Es ist schrecklich! Ich kann diesen für ihre sogenannte Freiheit demonstrierenden Menschen nur wünschen, dass sie etwas mehr nachdenken, dass sie sich auf ihren Verstand besinnen und Masken tragen, um sich und andere zu schützen. Denn die Masken schützen, vielleicht nicht hundertprozentig, aber sie schützen.

Hier geht es um mehr als um persönliche, liebgewordene Vorteile und Bequemlichkeiten. Corona ist da, und natürlich „traumatisiert“ das eine ganze Generation. Traumatisierend sind aber nicht die Masken, traumatisierend ist die Aussicht auf eine zusammenbrechende Gesellschaft.

Das ganze Gefüge, das uns seit Ende des Zweiten Weltkrieges doch ein ziemlich sorgloses Leben in sehr großer Freiheit ermöglicht hat, droht einzustürzen, weil immer mehr Menschen, die dieses Gefüge zusammenhalten, erkranken und sterben werden, wenn wir die Maßnahmen, die uns wegen dieser Pandemie vorgegeben werden, nicht einhalten. Es sind doch keine Dummköpfe, die sich diese Maßnahmen ausgedacht haben, um Querdenker zu ärgern. Es ist doch erwiesen, dass in Deutschland die Zahl der Infizierten relativ niedrig gehalten werden konnte, weil die meisten Menschen diese Vorgaben befolgt haben. Ich hoffe, dass Querdenker auch zu Umdenkern werden können, Masken tragen, Distanz zu anderen wahren und auf unsinnige Demonstrationen verzichten.

Barbara Haiart, Kirchheim

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