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Unebenheiten entfernen

Zum Artikel „Radwege sorgen für mehr Lärm“ vom 22. Juni

Die Überschrift ist nicht präzise genug, denn der von den Anwohnern wahrgenommene Verkehrslärm in Ötlingen ist nicht alleine auf die neu angebrachten Markierungen zurückzuführen. In der Summe ist es lauter geworden, weil die alten Markierungen ausgefräst und als Vertiefungen belassen wurden und weil alter und neuer Belag als Flickenteppich unterschiedliche Geräusche erzeugt.

Die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) sind in Baden-Württemberg vorgegeben, um öffentliche Zuschüsse zu erhalten. Sie werden als allgemeine Regeln der Technik durch die Straßenverkehrsordnung anerkannt. Nicht zum Stand der Technik gehört aber, ausgefräste Stellen als Vertiefungen zu belassen. Diesen Kunstfehler sieht kein Regelwerk vor. Die Thematik hat den Gemeinderat in zwei Sitzungen beschäftigt. Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker hat zugesagt, dass die Unebenheiten entfernt werden. Weitere Maßnahmen wurden durch Bürgermeister Riemer zugesagt. Die Anwohner vertrauen jetzt darauf, dass die Zusagen zügig umgesetzt werden.

Leider ist Ötlingens Ortsvorsteher Hermann Kik völlig anderer Meinung. Seiner Ansicht nach brauchen die Anwohner einfach noch etwas Zeit, bis sie sich an den Lärm gewöhnt haben. Polemik pur! Den Konsens oder gar die Unterstützung seiner Ötlinger Bürger sucht Herr Kik also nicht.

Herbert Sedlaczek-Kohl, Kirchheim

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