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Unterwegs mit Blaulicht, Sirene und Adrenalin

Wenn Michael Wucherer zu einem Einsatz gerufen wird, ist meistens Eile geboten. Sobald er die Einsatzkleidung überzieht, wird er zum organisatorischen Leiter. Er muss dann schnelle und einsame Entscheidungen treffen. „Für diese stehen wir auch gerade. Aber genau das bringt die Würze im Job mit sich, wenn man vorn steht und das Sagen hat.“

Sobald die Einsatzfahrt losgeht, arbeitet das Hirn des Rettungsdienstleiters unter Hochdruck. „Auf der Fahrt macht man sich erste Gedanken. Was kommt auf mich zu? Die ersten Arbeitsabläufe spielen sich ab.“ Da sein Fahrzeug gleichzeitig auch Kommandowagen ist, fragt er sich auch, wo er das Fahrzeug abstellen kann. Es muss ja möglichst nahe am Einsatzort sein, darf aber andere Einsatzkräfte oder gar den Rettungshubschrauber nicht behindern. Dann spielen die jahrelange Erfahrung und die Routine mit. „Man ist ja ausgebildet, um bei solchen Lagen den Einsatz abzuarbeiten. Aber es ist belastend für Psyche und Körper.“

Schlimm findet es Michael Wucherer, wenn zwei heftige Einsätze aufeinander folgen. Wenn aber an ein paar Tagen nacheinander nichts passiert, wird der Leiter der Rettungsdienste unruhig, statt sich über die Ruhe zu freuen. Insgesamt gibt es im Rettungsdienst im Landkreis vier Einsatzleiter mit langjähriger Erfahrung. „Ich tausche mich oft mit den anderen Einsatzleitern aus.“ Das ist auch nötig. Denn der Job ist belastend.kry

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