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Ursprung von Corona

Zum Artikel „Warum Drostens Pelz-These richtig sein könnte“ vom 9.  Juni

Nachdem die Laborthese als Ausgangspunkt für die Corona-Pandemie als „höchst unwahrscheinlich“ jetzt offenbar vom Tisch ist, rücken nun die Schlachtpraktiken in der chinesischen Pelztierindustrie, in Sonderheit des Marderhundes, in den Fokus. In der Rückschau ist ja schon überaus erstaunlich, dass mit dem Segen der WHO bereits im April 2020 die sogenannten chinesischen „Nassmärkte“, auf denen unter unsäglichen Bedingungen mit extremem Ekelpotenzial lebendige oder frisch geschlachtete Tiere, vom Schuppentier über den Riesensalamander bis hin zu Großschlangen angeboten werden, wieder geöffnet werden durften.

Die von Christian Drosten und anderen Wissenschaftlern aufgestellte These, dass der Marderhund in der Überträgerkette das berühmte „missing link“ oder fehlende Puzzleteil zwischen Fledermaus und Mensch sein könnte, entbehrt sicher nicht einer gewissen Plausibilität. Zur Beweisführung gegen China in der Verursacherdebatte, die zu gigantischen Reparationszahlungen führen würde, taugt sie aber sicherlich nicht. China hat bis dato erfolgreich jegliche Aufklärung in Sachen Corona behindert, wenn nicht gar blockiert. Auch künftig wird sich der chinesische Drache mit Zähnen und Klauen, bei Bedarf auch Feuer spuckend, gegen jede Form der Schuldzuweisung wehren. Donald Trump, dem ich selbst in diesem Punkt ungern Recht gebe, sprach dereinst wolkig und ohne Beweise zu nennen vom „Chinavirus“. So ganz daneben lag er aber womöglich doch nicht!

Dr. Ernst Kemmner, Kirchheim

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