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Vater und Sohn ziehen die Reißleine

Leichtathletik Das Lauf- und Sprungmeeting in Rechberghausen ist Geschichte.

Die Meeting-Organisatoren Artur und Martin Müller haben nach über 30 Jahren einen Schlussstrich gezogen. Archiv-Foto: Jean-Luc J
Die Meeting-Organisatoren Artur und Martin Müller haben nach über 30 Jahren einen Schlussstrich gezogen. Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques

Rechberghausen. Der Terminkalender der Leichtathleten in der Region ist um eine Traditionsveranstaltung ärmer: Das internationale Lauf- und Sprungmeeting, 16 Mal in Albershausen im Waldstadion und anschließend 15 Mal in Rechberghausen ausgetragen, ist von den Organisatoren zu Grabe getragen worden. Artur und Martin Müller, die in den vergangenen Jahren von Mario Ott unterstützt wurden, entschlossen sich, „nach über 30 Jahren mit Höhen und Tiefen“ einen Schlussstrich zu ziehen. Zuletzt hatten mehrere Termin-Veränderungen beim Meeting für Verärgerung unter den Vereinen im Leichtathletik-Kreis gesorgt.

„Uns bleiben überwiegend schöne Erinnerungen, und wir sind stolz darauf, dass wir mit all unseren Unterstützern Werbung für die Leichtathletik machen durften“, blicken Vater und Sohn Müller zurück.

Vor allem die Gilde der besten deutschen Stabhochspringer, immer wieder angeführt von Stars wie Tim Lobinger oder Raphael Holzdeppe, kamen am Traditionstermin 1. Mai ins Schwäbische, um einen ersten Vergleich mit der nationalen Konkurrenz zu haben -, und lokale Aushängeschilder wie Alexander Straub oder Jakob Köhler-Baumann sorgten zudem für viele Besucher an den Wettkampfstätten.

Dazu kamen attraktive Kugelstoß-Wettbewerbe mit Christina Schwanitz und Lena Urbaniak, Nico Kappel oder Tobias Dahm und den Sack-Brüdern. Zehnkämpfer wie Michael Kohnle und Stefan Hommel nutzten das Meeting zu Formtests, Sprinter wie Tobias Unger oder Emmanuel Tuffour, Speerwerfer Peter Esenwein, Weitspringer Dietmar Haaf und Hochspringer Carlo Thränhardt prägten das Gesicht der Veranstaltung, die 1988 zum ersten Mal stattfand - damals mit einem einzigen DIN-A4-Infoblatt, aus dem mit den Jahren ein dickes Stadionheft wurde. Drumherum bekam stets auch der Nachwuchs die Chance, sich mit der Konkurrenz zu messen.haz

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