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Vegetarische Ernährung, Verzicht oder Gewinn?

Viele Fragen, viele Antworten. Ein Streit, der zum Teil sehr erbittert geführt wird. Kein Fleisch und keine Wurst mehr auf dem Teller! Das beschäftigt heutzutage viele Menschen. Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, dass wir alle weniger Fleisch verzehren sollten, als wir das heute weltweit tun. Ein Überangebot an Milchkühen, Schweinen, gemästeten Gänsen und Puten, Hühnern Legebatterien bringen uns jede Menge Probleme, die dringend gelöst werden müssen. Früher gab es Fleisch nur am Sonntag oder an Feiertagen. Vielleicht sollten auch wir wieder zu etwas mehr Bescheidenheit bei Fleisch- und Wurst-Konsum zurückkehren.

Dann hätten wir alle etwas davon. Die Milchbauern und Schweinezüchter hätten ihr Auskommen. Dem Rest der Welt kann es nicht schaden, sich vorwiegend vegetarisch zu ernähren, trotzdem nicht vollkommen auf Wurst- und Fleischerzeugnisse zu verzichten.

Schon allein die aktuell sehr hohen Fleischpreise werden so manchen Bürger davon überzeugen, dass man sich auch vegetarisch gesund und genussvoll ernähren kann. Und so kann es am Ende dazu führen, dass aus dem anfänglichen Verzicht ein Gewinn entsteht.

Allerdings, wenn dann noch die vegane Variante ins Spiel kommt, wird es wirklich schwierig mit der Ernährung. Denn das bedeutet nicht nur den Verzicht auf Fleisch, Wurst und Fisch, sondern dann sind ja Milch von der Kuh, Käse aus Kuhmilch, Kräuterquark, auch Schlagsahne oder Sauerrahm nicht mehr erlaubt. Alles Dinge, die eine Mahlzeit natürlich auch verfeinern können. Das Frühstücksei am Sonntagmorgen ist gestrichen. Kein Kuchen, keine Torte. Verzicht auch auf Kakao und Milchkaffee. Selbst Honig und Gelatine sind tabu. Auch in sehr vielen kosmetischen Erzeugnissen stecken tierische Produkte. Ganz extreme Menschen vermeiden es gar Schuhe, Gürtel oder Handtaschen aus Leder zu tragen. Echte Pelzmäntel sind ja schon lange verpönt.

Nach der der aktuellen Preisentwicklung sind wir sicherlich alle angehalten, uns über unsere Ernährung noch mehr Gedanken zu machen, als bisher. Auf den Märkten ist zwar ein riesiges Angebot vorhanden an Fleisch, Gemüse und Milcherzeugnissen aller Art, aber genau deshalb

sollten wir uns selbst beschränken in unserem Konsumverhalten. Unterstützen wir doch lieber die heimische Wirtschaft mit ihren Bauernhöfen und Bioläden, als die großen Lieferketten dieser Welt.

Es geht darum, immer mehr Menschen für eine pflanzlich basierte Ernährung als Beitrag für die eigene Gesundheit und die der Erde zu leisten, zu motivieren. Angesichts weltweiter Hungersnöte muss man dringend überlegen, ob man Felder für Viehfutter bewirtschaftet oder ob man Weizen anbaut, um dem Hunger in der Welt entgegen zu wirken.

Jetzt im Sommer, da überall Grillfeste gefeiert werden, gehört auch ein saftiges Stück Schweinehals, ein zartes Rindersteak oder eine rote Wurst mit ins Angebot. Allerdings, Spezialisten haben schon längst entdeckt, dass auch gegrilltes Gemüse ganz hervorragend schmeckt! Dazu noch knuspriges Bauernbrot, ein kühles Bier oder Glas Wein. Und wenn dann noch eine große Schüssel leckerer Kartoffelsalat auf dem sommerlich geschmückten Gartentisch steht, sind sicherlich alle Gäste zufrieden und die Welt für eine kleine Auszeit noch in Ordnung.

Text und Collage: Gudrun Roßmann

Bildunterschrift: Junges Gemüse

 

 

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