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Verlässliche Informationen?

Zum Artikel „Die Filterblasen im Internet entlarven“ vom 22.  Januar

SWR-Intendant Boudgousts Ansichten zu Fake News und Internetmedien möchte ich gerne in einigen Punkten widersprechen.

„Im Internet gibt es . . . wenig geprüfte Informationen.“ Gerade die öffentlich-rechtliche ARD spricht in Bezug auf islamistische Terrormilizen in Syrien von „Rebellen“ oder „Aufständischen“, obwohl mittlerweile sogar der BGH in einem offiziellen Urteil die islamistischen Kämpfer in Syrien als Terroristen bezeichnet. Die „öffentliche Themen abbildende ARD“ hat auch nicht über die Rückkehr von über 800 000 Syrern in ihre mittlerweile wieder sichere Heimat berichtet. „Wir garantieren verlässliche Informationen, . . . recherchieren selbst, . . . prüfen Quellen, . . . sind vor Ort.“ So, so, warum wird dann zumeist aus Kairo mittels verwackelter Handyvideos über Syrien berichtet und oftmals als Quelle die in London ansässige Ein-Mann-Show „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ zitiert?

Erhellend dann der Schluss des Vortrages von Herrn Boudgoust, als er im Zusammenhang mit dem Verhältnis ÖR-Mainstreampresse meinte „. . . wir arbeiten in verschiedenen Rollen für das gleiche Ziel“. Ziel, aus meiner Sicht ist wohl allein der Systemerhalt und leider nicht aufrechter und integrer Journalismus.

Stefan Kromer, Kirchheim

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