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Verschmutzung nimmt zu

Zum Artikel „Kirchheim kämpft gegen Müllsünder“ vom 5. Februar

1958 in Kirchheim geboren, hatte ich viele Jahrzehnte das Gefühl, Glück gehabt zu haben, hier leben zu dürfen. Was mir auch immer wieder von vielen Arbeitskollegen und Bekannten gesagt wurde. Doch leider geht mir das Glücksgefühl und Wohlfühlgefühl immer mehr verloren. Der Bericht über die Einstellung von zwei neuen Müllsheriffs hat mich sehr amüsiert und mir ein Lächeln entlockt.

Das Stadtgebiet von Kirchheim umfasst rund 40 Quadratkilometer, für die Ende letzten Jahres aufgrund von Krankheit und Urlaub gerade mal vier Mitarbeiter zuständig waren. Leider nimmt die Verschmutzung überall in Kirchheim zu.

Da von der ­Ordnungsbehörde niemand zu sehen war, habe ich vor Kurzem ein paar Mitbürger auf ihr Verhalten angesprochen und musste mich fast noch beschimpfen lassen. Es ist an der Zeit, dass sich die von uns gewählten Volksvertreter daran erinnern, dass sie sich für das Wohlbefinden der Bürger einzusetzen haben. Das beginnt damit, für Ordnung und Sauberkeit und Umweltschutz zu sorgen. Auch sollte mal über die Bauordnung und Vergabe von Gewerbeflächen und Gewerbe­scheinen (etwa für Gebrauchtwagenhändler) und die Gestaltung der Innenstadt nachgedacht werden, denn ich möchte auch noch in vielen Jahren von Arbeitskollegen und Bekannten hören, wie schön Kirchheim ist.

Deswegen bedarf es mehr Mitarbeiter bei der Ordnungsbehörde als zwei neue Müllsheriffs, da die besten Vorschriften und Verordnungen nichts helfen, wenn sie nicht kontrolliert werden. Auch wären Kontrollen bei Nacht sinnvoll.

Was den Umwelt- und Naturschutz angeht, habe ich die Hoffnung, dass sich unsere Stadtverwaltung und auch die in Dettingen das Wahlergebnis der Landtagswahl noch mal genau ansehen und erkennen, was der Wähler möchte, denn auch bei uns gibt es wieder Wahlen.

Roland Haller, Kirchheim

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