Unzugeordnete Artikel

Versöhnlicher Abschluss für die TG-Frauen

Handball Im letzten Saisonspiel der 2. Liga sichern sich die Nürtingerinnen mit einem 25:23 gegen Bremen Platz zehn.

Nürtingen. Simon Hablizel war aus dem Häuschen und seine Mannschaft tanzte und jubelte, als ob sie gerade Meister geworden wäre. Die TG Nürtingen hat die schwierige Corona-Saison 20/21 in der Zweiten Handball-Bundesliga der Frauen mit einem 25:23 (11:10)-Heimsieg gegen den SV Werder Bremen beendet und sich damit noch Platz zehn gesichert. „Wunderbar“, lachte der TGN-Trainer, „die Mannschaft hat so gespielt, wie ich mir das wünsche.“

In einem bis zum Schluss spannenden und auf des Messers Schneide stehenden Spiel fiel die Entscheidung 26 Sekunden vor der Schlusssirene. Lea Schuhknecht, die immer wieder mit sehenswerten Anspielen am Kreis zu gefallen wusste, lange Zeit aber mit dem eigenen Abschluss zögerte, machte den Sack mit ihrem vierten Treffer zu und zerstörte mit dem 25:23 die letzten Hoffnungen von Gästetrainer Robert Nijdam, der kurz zuvor noch mit seiner dritten Auszeit versucht hatte, doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Dann gab es für die Nürtingerinnen kein Halten mehr. Beste Voraussetzungen für die anschließenden Ehrungen und Verabschiedungen.

„Ich hab der Mannschaft gesagt, dass es viele Gründe gibt, um noch einmal Vollgas zu geben“, erklärte Simon Hablizel. „Wir wollten die letzten beiden Spiele gewinnen und an Bremen vorbei, wir wollten neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, wir wollten die scheidenden Spielerinnen gebührend verabschieden und wir wollten die Runde mit einem guten Gefühl beenden“, zählte der TGN-Trainer auf, „das haben wir alles geschafft.“

„Ein richtig geiles Spiel“, schwärmte Hablizel, der auf die angeschlagene Delia Cleve (Knie) verzichtete. „Natürlich gab es auch noch Fehler, aber die Mannschaft hat toll gefightet“, lobte der Coach, „Ich bin begeistert und richtig stolz, wie souverän das Team am Ende doch den Klassenerhalt geschafft hat. Man hat gesehen, dass die Mannschaft lebt.“

Das Kollektiv hat glänzend funktioniert, aber eine drückte in ihrem letzten Spiel für die Turngemeinde der ersten Halbzeit ihren Stempel auf: Saskia Wagner. Acht der ersten zehn TGN-Treffer gingen auf ihr Konto. Dass danach nur noch einer dazu kam, lag am einzigen Wermutstropfen im Nürtinger Freudenkelch - wegen Verdachts auf Nasenbeinbruch blieb sie auf der Bank.

Die TGN-Spielerinnen haben jetzt vier Wochen Pause. Abschalten und den Akku neu aufladen nach einer schwierigen und kräftezehrenden Saison lautet die Devise. Simon Hablizel wird seiner Mannschaft aber Aufgaben mit auf den Weg geben. Am 1. Juli beginnt dann die Vorbereitung auf die Spielzeit 21/22. Uwe Bauer

Anzeige