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VfL-Arbeitssieg im Kirchheimer Derby

Fußball-Bezirksliga Stefan Haußmann ist optimistisch, Patrick Kölle enttäuscht und Oliver Klingler fehlen die Worte.

Wenig Glanz, viel Kampf - ein echtes Derby eben: Der VfL Kirchheim (in Blau) hatte am Freitagabend unter Flutlicht in Jesingen m
Wenig Glanz, viel Kampf - ein echtes Derby eben: Der VfL Kirchheim (in Blau) hatte am Freitagabend unter Flutlicht in Jesingen mehr Glück und mehr vom Spiel.Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Nicht eben für Fußball-Ästheten, aber dennoch sehr unterhaltsam: das Fußball-Bezirksliga-Derby zwischen dem TSV Jesingen und dem VfL Kirchheim wusste im Flutlichtspiel am Freitagabend durchaus zu gefallen. Rund 350 Zuschauer goutierten die Aktionen zweier kämpferisch eingestellter Teams und sahen am Ende - so VfL-Fußballboss Marc Butenuth - „einen 2:0-Arbeitssieg in einem chancenarmen Spiel“. Besonders freute sich der Funktionär, dass das Team immer stabiler werde und die Mannschaft auch in heiklen Situationen ruhig bleibe. VfL-Trainer Armin Ohran sah das Resultat eher nüchtern: „Wir hatten in den entscheidenden Situationen das nötige Quäntchen Glück.“

Nicht unglücklich war auch Stefan Haußmann. Der Sportliche Leiter der Jesinger, der nach der Demission von Coach Dieter Hiller (wir berichteten) zusammen mit Sport-Vorstand Thomas Reinöhl die Mannschaft übergangsweise trainiert, hatte ein paar Umstellungen vorgenommen und eine andere Grundordnung gewählt. „Die Mannschaft“, so der einstige Oberliga-Verteidiger, „hat die besprochene Taktik sehr gut umgesetzt. Das war mit das Beste, was wir in dieser Saison gezeigt haben.“ Nur mit dem Toreschießen wollte es am Freitag für die Jesinger nicht so recht klappen. Fünf hochkarätige Chancen konnte die Mannschaft nicht nutzen. Selbst ein Strafstoß wurde versemmelt. Kevin Sen scheiterte mit dem Foulelfmeter am gut reagierenden VfL-Keeper Nico Nagel. „Das war symptomatisch für unsere Effizienz an diesem Abend“, meint Stefan Haußmann, der bis in zwei Wochen einen neuen Übungsleiter präsentieren will. So richtig freuen konnten sich auf Jesinger Seite ob der stolzen Zuschauerzahl nur Platzkassier Frank Winter und der für den Wirtschaftbetrieb zuständige Vorstand Wolfgang Maier.

Zitterpartie auf der Alb

Fast schon Partystimmung herrschte im Vereinsheim der SGEH nach dem 3:1-Sieg am Sonntag gegen den TV Nellingen. Doch so locker und gelöst hatte die Partie nicht begonnen. Jonas Salcher und Marco Parrotta vergaben schon vor der Nellinger Führung große Chancen. Die Gäste machten es dann besser, gingen in der ersten Halbzeit gleich zweimal in Führung, kassierten aber auch zweimal fast postwendend den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel glitt der SGEH das Spiel mehr und mehr aus der Hand. Der TVN wurde besser, blieb aber vor dem Tor erfolglos. Die SGEH hingegen hatte neben dem Siegtreffer durch Luca Lamparter noch weitere Chancen durch Parrotta, Dennis Oswald und Sascha Gökeler. Am Ende wars, so SGEH-Coach Christian Mirbauer, „eine Zitterpartie mit gutem Ausgang“.

Weilheim fehlt ein Knipser

Weniger glücklich war Oliver Klingler nach der 0:2-Niederlage in Faurndau. Der Weilheimer Trainer hatte viel umgebaut im Team, musste aufgrund der jüngsten Niederlagen etwas verändern. Das klappte auch ganz gut. Die Weilheimer waren die bessere Elf, versäumten es aber ein Tor zu erzielen. Die Platzherren gingen dann per Sonntagsschuss in Führung. Auch gute, eingeübte Weilheimer Standards führten nicht zum Erfolg. Statt dessen führte ein unnötiger Ballverlust in der Vorwärtsbewegung zum 2:0 für die Gastgeber. „Ich bin sprachlos“, gab Klingler nach dem Spiel unumwunden zu. „Wir schießen einfach keine Tore.“

Kollektives Neidlinger Versagen

Eine Halbzeit lang gestaltete der TV Neidlingen die Begegnung am Sonntag in Kuchen ausgeglichen, hatte dabei sogar leichte spielerische Vorteile. Nach dem Seitenwechsel fühlte sich Coach Patrick Kölle wohl wie im falschen Film. Die Mannschaft agierte fast körperlos, zeigte nach seinem Dafürhalten die schlechteste Leistung seit er als Trainer fungiert. „Das war eine Frechheit des Teams und ist für mich eine große Enttäuschung“, echauffierte sich der einstige Landesligakicker, der feststellte, dass die Gastgeber eigentlich noch höher hätten gewinnen müssen. Helge Waider

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