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VfL-Handballer installieren einen Jugendkoordinator

Kirchheim. Die Handballer des VfL Kirchheim gehen mit einem teilweise neu zusammengestellten Leitungsteam in die Zukunft. Im Rahmen der Abteilungsversammlung, die aufgrund der Covid-19-Situation in die Walter-Jacob-Sporthalle stattfinden musste, installierten die VfL-Handballer erstmals einen Jugendkoordinator.

Das bestehende Führungsgremium stand für eine weitere Amtszeit nicht mehr vollständig zur Verfügung. Mit Klaus Reehten und Simon Latzel verließen zwei erfahrene Mitglieder das Boot. Reehten gab sein Amt an Claudia Hamann ab. Er verdiente sich in seinen 46 Jahren als Verantwortlicher in diversen Positionen allergrößten Respekt und Dank.

Simon Latzel bekleidete 20 Jahre das Amt des Jugendleiters und verabschiedete sich mit der Erkenntnis, dass in den vergangenen Jahren ein Wandel im Vereinsleben vollzogen wurde. Mit einem Engagement ausschließlich in der Freizeit und lediglich abends werde man dem eigenen und aktuellen Anspruch als Jugendleiter nicht mehr gerecht, so sein Eindruck.

Für diese Rolle, die sich mittlerweile noch zentraler darstellt als sie ohnehin schon in der Vergangenheit war, warb Abteilungsleiter Uwe Hamann für eine moderne Lösung: Mit einem Jugendkoordinator möchte der VfL Kindern und Jugendlichen zusätzlich zu den gewohnten Trainingsangeboten auch tagsüber ein breites Sportangebot bieten und auf diesem Weg auch neuen Nachwuchs gewinnen. Mit Tim Hamann steht für diesen Posten ein junger Mann zur Verfügung, der als gebürtiger Kirchheimer und VfL-Spieler von klein auf die Vereins-DNA in sich trägt.

Abteilungsleiter Uwe Hamann brachte es in seiner Rede auf dem Punkt: Die aktuelle Leistungskurve der Kirchheimer Handballer, die in jüngerer Vergangenheit mit vielen Erfolgen nach oben zeigte, ist nur mit einer konsequenten und guten Jugendarbeit zu halten. Es scheint, als habe er den Nerv der Abteilung getroffen: Mit 98 Prozent wurde er und damit auch sein Konzept für eine weitere Amtszeit gewählt. Außerdem wurden Marissa Jaensch für die Verantwortung der sportlichen Ausrichtung der Frauen und Andreas Bosch als Schriftführer bestätigt.

Wann es in den Hallen wieder um Punkte geht, steht aktuell zwar noch in den Sternen. Jedoch hat die Handballabteilung mit der Wahl und ihrem Ausgang einen wichtigen Grundstein gelegt, um bereits jetzt die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. rh

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