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Viel Aufwand für eine reine Routinesache

Nachverdichtung In Jesingen sollen zwei bis drei kleinere Gebäude auf einer kaum einsehbaren Fläche entstehen.

Kirchheim. In der zweiten Reihe wird es nicht groß auffallen, wenn da irgendwo in Jesingen zwei neue Gebäude entstehen: Es handelt sich um eine kaum einsehbare Fläche zwischen Lindach und Kirchheimer Straße sowie zwischen Fauslerstraße und Sägmühle. Die Fläche ist rings von Häusern umgeben. Es geht also um klassische Nachverdichtung, die sich in die umgebende Bebauung einzupassen hat. Deswegen sind auch maximal zwei Wohneinheiten pro Gebäude möglich. Diese Regelung gilt nicht nur für die beiden Häuser, für die es eine konkrete Planungsnachfrage gibt. Sie gilt auch für ein mögliches drittes Gebäude, das nach Ansicht der Kirchheimer Stadtverwaltung ebenfalls noch auf der Gesamtfläche unterkommen könnte und das deswegen auch gleich mit in den Bebauungsplan aufgenommen wird.

Eigentlich ist das alles Routine: Die Kirchheimer Verwaltung unterstützt das Vorhaben. Der komplette Jesinger Ortschaftsrat steht dem Auslegungsbeschluss positiv gegenüber. Nicht einmal Kirchheims Gemeinderat muss sich damit beschäftigen: Der Ausschuss für Infrastruktur, Wohnen und Umwelt (IWU) kann den Beschluss fassen - und hat dies am Ende auch einstimmig getan.

Und trotzdem gab es eine gewisse Aufregung um den Bebauungsplan. Reinhold Ambacher (Freie Wähler), der sowohl im Gemeinderat als auch im Ortschaftsrat sitzt, mokierte sich über „unglaublich viele Stellungnahmen, auf 80 Seiten“ - und das schon nach der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit. Das war ihm deutlich zu viel Aufwand. Oberbürgermeister Pascal Bader konnte seinen Unmut zwar nachvollziehen. Er fügte aber unmissverständlich hinzu: „Es ist das normale Verfahren, das wir nicht ändern können.“ Andreas Volz

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