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Von Helmut Groß über Rüdiger Kauf und Andy Buck zu den Schweizer-Brüdern

VfL gegen SCG: Das klingt nach reichlich regionaler Fußball-Nostalgie. Es sind allerdings nicht nur die Oberligaduelle in den Achtziger- und Neunzigerjahren mit meist deutlich über 1 000 Zuschauern pro Spiel, die zum besonderen Verhältnis der beiden Vereine beigetragen haben, sondern auch die vielen Personalien.

Der Weg von der Steige unter die Teck wurde dabei wesentlich häufiger eingeschlagen als andersherum. Ob Helmut Groß, der mit seinem Konzept der ballorientierten Raumdeckung eine ganze Generation von Fußballtrainern prägte und der Teckregion als Kirchheimer Coach in den Achtzigerjahren einen Fußballboom bescherte, oder Rüdiger Kauf. Der VfL war für den Mittelfeldrenner nach seinem Wechsel aus Geislingen von 1996 bis 1998 ein wichtiger Karriere-Zwischenstopp. Andreas Buck fand 1987 den Weg unter die Teck. Eingefädelt wurde der Transfer damals eben von Groß und VfL-Manager Jürgen Wolters. Buck legte eine ähnlich beeindruckende Bundesliga-Laufbahn hin wie Kauf. Auch der spätere Bundesligaprofi Michael Oelkuch oder Harald Huber zu VfL-Regionalligazeiten gehörten zum Strom jener Geislinger, die zum VfL kamen.

Mit den Schweizer-Brüdern Markus und Michael, zwölf Kilometer südlich von Geislingen in Deggingen aufgewachsen, schließt sich der Kreis. Der aktuelle VfL-Spielertrainer spielte insgesamt drei Jahre für den SC. „Für mich war es der Einstieg in den Landesligafußball“, betont Markus Schweizer. Nach einer Zwischenstation in Weilheim ist er nun seit über drei Jahren beim VfL. Zwillingsbruder Michael schnürte fünf Jahre die Kickstiefel für den Sportclub. Und noch ein dritter aktueller VfL-Akteur hat Geislinger Vergangenheit: Benedikt Petzet. Der 30-Jährige kickte zwei Spielzeiten im Eybacher Tal.

Das letzte Duell auf Punktspielebene zwischen Kirchheim und Geislingen datiert vom 9. Mai 2013. An jenem Donnerstag kassierte der damalige Landesligist VfL an der Jesinger Allee unter Flutlicht eine 0:3-Niederlage und stieg am Ende der Saison in die Bezirksliga ab. Der freie Fall von der Verbands- in die Kreisliga ging damals somit ungebremst weiter.

Der Geislinger Tiefgang fand im Juni dieses Jahres mit dem Abstieg aus der Landesliga eine Fortsetzung, was erst das Wiedersehen mit dem alten Rivalen aus Kirchheim möglich machte.rei

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