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Von wegen altbacken

Zum Artikel „,Co-Working‘ im alten Klassenzimmer“ vom 7. November

Der abwertenden Diktion des Redakteurs Thomas Zapp in oben genanntem Artikel, das alte Jesinger Schulgebäude betreffend (. . . verströmt Atmosphäre von Frontalunterricht/altbackene Klassenzimmer), muss widersprochen werden.

Denn woher sollte er auch wissen, dass sich dort viele Jahrgänge von Grundschülerinnen und Grundschülern pudelwohl gefühlt haben, weil sie von engagierten Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet wurden, und zwar in den unterschiedlichsten Unterrichts- und Sozialformen; in Klassenzimmern, bunt und vielfältig ausgeschmückt, eher einer guten Stube ähnelnd, aber ja keinem altbackenen Klassenzimmer.

Apropos Frontalunterricht: Sicherlich haben Generationen von Schülerinnen und Schülern im Frontalunterricht mindestens genauso viel und vielleicht sogar nachhaltiger gelernt als heutzutage in Lernhäusern, an Lerninseln im Lernstudio, „gecoacht“ von Lerngruppenbegleitern und bewertet mit großen und kleinen Baustellenzeichen (anstelle von Noten).

Und zu Herrn Zapp: Leider durfte er seine Grundschulzeit nicht an der heimeligen Jesinger Grundschule verbringen, sonst hätte er nicht so despektierlich über sie geschrieben.

Rainer Schlipf, Weilheim

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