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Vorsichtig mit Worten umgehen

Zur Berichterstattung über Volkskontrolle, Denunziation und Bürgerrechte

Ich finde die Diskussion um Bürgerrechte, Volkskontrolle und Denunziation in der Begriffsverwendung hier nicht der Sache angemessen! Denunziation meint eine Anzeige bei staatlichen Behörden oder die Weitergabe von Informationen über andere Personen. Ein Denunziant handelt in der Regel aus persönlich niedrigen Beweggründen. Im Nationalsozialismus war das eine gängige und abscheuliche Praxis. Was hat das mit Corona zu tun?

Volkskontrolle und Denunziation waren auch in der DDR üblich und führten zu Misstrauen und sozialen Spannungen zwischen den Menschen. Denunzianten wurden sogar in Wohngebieten, Schulen oder Vereinen angeworben. Denunziation dient bis heute der Ausgrenzung von einzelnen Personen in sozialen Gefügen, Institutionen oder Nachbarschaften. Die Begriffe, bezogen auf Corona, sind hier falsch gewählt und zeigen keine Verhältnismäßigkeit zur Realität. Wir haben Verordnungen zum Schutz von Menschen, Verordnungen, die auf demokratischer Ebene rechtmäßig sind. Wir leben in einer Demokratie, und aktuell wird bezüglich der Coronamaßnahmen sehr auf Aufklärung gesetzt. Das hat Erfolg und die Menschen machen mit! Mit Worten sollten wir alle vorsichtiger umgehen!

Günther Storzinger, Kirchheim

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