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Vorsorge ist individuell

Zum Artikel „Kliniken bündeln ihre Kompetenzen“ vom 20. Dezember

Es ist ein immer wiederkehrendes Missverständnis, wenn in Bezug auf die Gesundheit im Zusammenhang mit Kliniken und Ärzteschaft von „Vorsorge“ gesprochen wird - das betrifft sowohl die Patienten wie auch die Ärzte selbst.

Vorsorge ist eine ganz individuelle persönliche Leistung, die stets die eigene Lebensgestaltung betrifft. Keine Klinik, kein Arzt kann Vorsorge betreiben, außer für sich selbst. Bei den entsprechend empfohlenen Untersuchungen geht es immer und ausschließlich um „Früherkennung“ - das heißt, ob eventuelle Lebensgestaltungen und eigenes Verhalten schon zu Schädigungen und da­raus resultierenden gesundheitliche „Bedrohungen“ bestehen. Deshalb wäre wichtig, sowohl im ärztlichen, journalistischen wie auch persönlichen Kontext, die Wirklichkeit wirklichkeitsgemäß zu benennen. Der falsch verwendete Begriff der Vorsorge suggeriert falsche Sicherheit und verschiebt die Verantwortlichkeit dafür in den „Medizinbereich“.

In diesem Sinne: Alles Gute für das kommende Jahre in Sinne einer selbst verantworteten „Selbst-Vorsorge“.

Dr. Matthias Komp, Kirchheim

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